Denn bei Barca versteht man die Message des Verbandes: Mourinho hat zwar den Finger ins Auge von Tito Vilanova gesteckt. Aber er wurde wohl von Vilanova provoziert. Und darüber will man auch bei den Katalanen lieber schweigen.

In der Urteilsbegründung des Sportgerichts unter Alfredo Flórez wird darauf auch nicht näher eingegangen. Wenn nötig, so liest man aber zwischen den Zeilen, könne man das gerne tun.

Fakt ist: Weil Vilanova nichts passiert ist, wurde Mourinhos Strafe auf zwei Spiele festgelegt, der Co-Trainer Barcelonas bekam ein Spiel Sperre, weil er sich handgreiflich rächte.

Bei Barca tobt man dennoch: „Eine Schande“, kommentiert die Zeitung „Sport“. Selbst die Madrider Zeitung „As“ nennt die Strafe „politisch motiviert“. Und die Real traditionell gewogene Zeitung „Marca“ schreibt am Donnerstag lieber über andere Dinge …