FC Barcelona: Flasche trifft Messi am Kopf – und Leo sieht gelb! “Zum Feiern in die Curva Nord”

Nach der Partie sprach der Coach von einer “runden” Partie seiner Jungs, die sich auf Platz zwei der Tabelle behaupteten. Nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Real Madrid.

Luis Enrique erklärte auf die Frage nach dem ausgelassen Torjubel seiner Spieler in Valencia: “In er 93. Minute scheint es eben so, als habe einen die Glücksgöttin geküsst. Aber es ist ja nicht so, als wäre uns die heilige Jungfrau erschienen, wir haben nach einer Standardsituation einen guten Spielzug hingelegt und ein verdientes Tor geschossen. Wir mussten Valencia dominieren, das Spiel kontrollieren, und das haben wir getan.”

“Valencia hat sich zurückfallen lassen”

Zum Torschützen Sergio Busquets sagte Luis Enrique: “Ich wollte Busquets ins vordere Mittelfeld beordern, zusammen mit Javier Mascherano auflaufen lassen. Jeder Spieler beeinflusst ja das System. In einigen Momenten waren wir nicht so passgenau, haben Bälle verloren. Und Valencia hat sich zurückfallen lassen. Am Ende haben wir dann das Tor gemacht, aber in Wirklichkeit hatten beide Teams die Chance zu gewinnen. Dennoch können wir als verdiente Sieger gelten.”

Auf die Frage, wie weit er sein Team noch vom Idealzustand entfernt sieht, erklärte der Trainer: “Die Entwicklung des Teams auf fußballerischem Gebiet erfordert viel Arbeit, man kann nie wissen, wie lange man noch braucht. Es gibt viele neue Fußballer im Team, die sich erst noch kennen lernen müssen. Wir hatten heute den Glauben an uns bis zum letzten Moment, und das in einem sehr komplizierten Stadion für uns, wo bislang noch kein Team gewinnen konnte. Wir haben dreimal bei diesem letzten Spielzug aufs Tor schießen müssen, um zu gewinnen. Das Ergebnis stärkt uns weiter, ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, weit über die drei Punkte hinaus, die wir heute gewonnen haben. Wir haben gegen eine starke Mannschaft gewonnen, wie wie nur wenige Teams pressen kann.”

“Es gibt immer Unverbesserliche”

Zu dem toten Fan im Stadion Calderón von Atletico Madrid und dem Flaschenwurf gegen Lionel Messi im Mestalla sagte Luis Enrique: “Was innerhalb des Stadions passiert, kann man kontrollieren, obwohl es natürlich immer Unverbesserliche gibt, die aus der Rolle fallen. Das, was im Umfeld von Atletico jetzt passiert ist, hat nichts mit Fußball zu tun. Man muss die Gewalt aus den Stadion vertreiben. Und aus der Gesellschaft.”

Mehrere Flaschen, allerdings ohne Verschluss

Fakt ist, dass der FC Valencia anhand von Videoaufzeichnungen derzeit nach dem Werfer der Wasserflasche sucht, die Messi am Kopf getroffen hat, als er mit seinen Kollegen das 1-0 feierte. Der Schiedsrichter hielt in seinem Bericht fest, dass gleich mehrere Flaschen, allerdings ohne Verschluss, auf das Spielfeld geworfen worden waren, dass das Spiel allerdings ohne Probleme habe fortgesetzt werden können. Warum Messi nach der Szene, in der er die Flasche, die ihn getroffen hatte, eigenhändig aus dem Feld warf, zur Krönung noch die gelbe Karte sah, bleibt unklar. Womöglich für Zeitspiel?

Offenbar soll Messi selbst Schuld am Flaschenwurf sein? Der Schiedsrichter: “Nach dem Tor von Busquets rannten die Spieler Barcas zum Feiern in die Ecke des Stadions, wo die Curva Nord des FC Valencia steht.”