FC Barcelona: Busquets verteidigt Cristiano Ronaldo! “Kein Problem mit Messi”

Vor den Länderspielen mit Spanien gegen Weißrussland am Samstag und Deutschland am Dienstag erklärte der Mittelfeldmann des FC Barcelona, dass die besten Zeiten der Seleccion wie Barcas wohl Geschichte sind.

Busquets: „Wir werden das beste Barca aller Zeiten niemals wieder sehen, auch nicht die beste Version der Nationalelf.“ Die Seleccion Spanien befindet sich derzeit im Umbruch, mit Paco Alcacer, Rodrigo Moreno, José Callejon, Alvaro Morata, Nolito oder Camacho rücken junge Spieler nach, die Fernando Torres & Co am Ende ersetzen könnten.

Iker Casillas: „Ich kann bis 40 spielen“

Xavi vom FC Barcelona sowie Bayern München Xabi Alonso sind allerdings bislang die einzigen Ex-Weltmeister, die ihren Rücktritt offiziell erklärten. Selbst Iker Casillas, der bei Real Madrid zuletzt übel kritisiert und ausgepfiffen wurde, will nicht ausschließen, bis zur WM 2018 in Russland weiter zu machen. Er sagte: „Ich kann spielen, bis ich 40 bin.“

In der Radiosendung ‚El partido de las 12′ des Senders Cope zeigte sich Busquets auch selbstkritisch, was seine eigene Leistung zum Start in die laufende Spielzeit angeht: „In dieser Saison würde ich mir bislang die Note 6 geben.“ (Hintergrund: In Spanien gibt es Noten von 0, die schlechteste Note, bis 10). Dass seine meist schwachen Spiele physischen Problemen geschuldet seien, wie dies die Presse aus Barcelona meist entschuldigend anführt, wollte er ausschließen: „Ich werde mich nicht operieren lassen, ich habe nicht das geringste Problem mit dem Schambein.“

Mit Isco, Koke und Santi Cazorla in der Startelf

Fakt ist allerdings: Busquets verliert mehr Bälle als in seinen großen Tagen unter Trainer Pep Guardiola, der ihn einst in den Profikader befördert hatte. Aber nicht nur bei Barca, sondern auch unter Vicente del Bosque in Spanien bleibt Busquets eine feste Größe. Im Mittwoch-Training vor dem Spiel gegen Weißrussland stand der Katalane zusammen mit Isco, Koke und Santi Cazorla im Mittelfel der designierten Startelf.

Natürlich blieben auch Fragen zum Erzfeind aus Spaniens Hauptstadt nicht aus. Dass Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo angeblich seinen Klub-Kameraden Lionel Messi beleidigt haben soll, schloss Busquets ebenso aus: „Ich glaube nicht, dass Cristiano schlecht über Messi geredet hat.“ Der Portugiese hatte dies selbst umgehend dementiert. Busquets weiter: „In unserem Kader bei Barca haben wir auch kein Problem mit Cristiano, alles ist ganz normal.“

„Real Madrid hat nicht auf Konter gespielt“

Dass der Clásico mit 1-3 gegen Real verloren ging, ist für Busquets eine Frage des guten Spiels der Königlichen: „Madrid hat verdient gewonnen, sie haben nicht wie früher auf Konter gespielt, obwohl das ihre gefährlichste Waffe ist.“ Damit widersprach er auch seinem Freund Xavi, der unmittelbar nach dem Spiel noch gewettert hatte: „Real lebt nur von seinen Kontern.“ Selbst Pepe musste darüber lachen und sagte: „Xavi hat wohl nicht die Olé-Rufe nach unseren vielen Ballkontakten gehört.“

Dass Luis Enrique am Ende nicht der richtige Trainer für Barca sein könnte, wollte Busquet nicht gelten lassen: „Luis Enrique gleicht in vielem Pep Guardiola, allerdings ist Luis Enrique noch charakterstärker. Guardiola ist aber der beste Trainer, den ich in meiner Karriere bislang hatte.“