FC Barcelona: Abidal sieht Messi in Paris, Jordi Alba macht den Pepe! “Ibrahimovic lockt Leo”

Eric Abidal jedenfalls, legendärer Kollege Messis im legendären Pep- und Messi-Team unter dem legendären Pep Guardiola erklärte jetzt in einem Interview mit ‘Telefoot’: “Er hat schon alles gewonnen mit Barca und vielleicht wäre es für ihn ja eine schöne neue Herausforderung neue Titel zu gewinnen.” Zum Beispiel die französische Liga?

Abidal weiter: “Paris Saint Germain hat eine Reihe toller Spieler geholt, die mit ganzem Herzen bei der Sache sind. Sie wollen große Ziele erreichen. Das könnte ein Club sein, der Leo Messi gefallen könnte.” Genau genommen hält Abidal PSG trotz – oder wegen? – seines alten Gegenspielers Zlatan Ibrahimovic für den besten Club, den sich Messi im Falle eines Wechsels aussuchen könnte.

Abidal das Sprachrohr Messis?

Sicher ist jedenfalls: Abidal und Messi kennen sich seit Jahren, gelten als Freunde. Ohne Hintergrund wird Abidal diese Sätze also nicht gesagt haben – auch wenn sie zunächst einmal eher absurd klingen mögen. Vielleicht flirtet Messi ja wirklich mit PSG – und Abidal ist nur sein Sprachrohr.

Zu den Gerüchten, Messi sei mit Trainer Luis Enrique im Clinch und wolle intern die Chefrolle einnehmen, sagte Abidal: “Obwohl Messi der beste Spieler der Welt ist und klar die Nummer eins bei Barca habe ich nie erlebt, dass er sich in die Aufstellungen eingemischt hätte. Messi hat niemals etwas von anderen verlangt.”

Presse schießt gegen Luis Enrique

Nach dem 0-1 gegen Malaga herrscht bei Barca auch ohne das Interview von Abidal wieder einmal Weltuntergangsstimmung. Wie schon seit Wochen macht die Zeitung “Sport” Front gegen Luis Enrique. Der Trainer, so heißt es, habe das Team verunsichert, die Spieler hätten sich gefragt, welches System man denn spielen solle, um das Spiel noch zu drehen. Von der Bank sei aber nichts gekommen. Vor allem der letzte Wechsel habe den Spielern nicht wirklich eingeleuchtet.

In der Tat ist es ja auch wenig einleuchtend, dass man ein 0-1 noch drehen will, indem man Dani Alves vom Platz holt und stattdessen den Defensivspezialisten Javier Mascherano bringt. Entsprechen wenig Impulse kamen in der Schlussphase in die Offensive Barca, die Spieler verloren regelrecht die Nerven: Jordi Alba trat dem am Boden liegenden Juanpi gleich zweimal in den Rücken – eine Szene die fast schon an das Frustfoul von Reals Pepe gegen Getafes Casquero vor vielen Jahren erinnerte. Und Neymar sprang seinem Gegner Darder derart in die Beine, dass auch er eine rote Karte hätte sehen müssen. Der Schiedsrichter aber ließ Gnade vor Recht ergehen.

“Nicht unser bester Tag”

Nach dem Spiel sagte Luis Enrique: “Das war heute nicht unser bester Tag, weder individuell noch kollektiv. Jeder Angriff mündete in der zweiten Halbzeit in einen Konter Malagas. Wir haben einfach viel zu oft durch das Zentrum angegriffen, wir waren dabei aber nicht effektiv genug, auch nicht entschlossen genug.

Und: “In der ersten Hälfte waren wir doch mehr oder weniger gut, der Gegner hat halt einen groben Fehler von uns ausgenutzt und ist in Führung gegangen. Und wenn man dann verliert, tut es immer weh. Wir müssen uns deshalb bemühen, über diese Niederlage hinweg zu kommen. Wir haben in drei Tagen schon wieder eine spektakuläre Herausforderung.”

In der Tat steht in der Champions League das Spiel bei Manchester City an. Ob die Engländer offensiver spielen, wie Jordi Alba hofft, und damit Barca mehr Räume nach vorne frei gibt, wird sich zeigen müssen.