Faule Kredite in Spanien steigen auf Rekordhöhe! 180 Milliarden Euro!

Wie die Zentralbank am Freitag in Madrid mitteilte, lag das Volumen im August bei 180,6 Milliarden Euro. Der Anteil der nicht bedienten Kredite am Gesamtkreditvolumen stieg auf 12,12 Prozent und überschritt damit erstmals die Zwölf-Prozent-Marke. Die Zentralbank erwartet, dass der Wert aufgrund von Wirtschaftskrise und Rekordarbeitslosigkeit bis Jahresende bis auf 13,3 Prozent klettert.

Der Umfang der faulen Kredite steigt in Spanien seit mehr als zwei Jahren ununterbrochen an. Als säumige Kredite zählen Darlehen, die drei Monate in Folge nicht bedient wurden.

Das Problem liegt in der ehemaligen Überfinanzierung der Immobilien. Es wurden höhere Kredite ausgereicht als der Wert des Grundbesitzes. Das rächt sich jetzt und die Banken müssen die faulen Kredite in ihren Bilanzen mitschleppen. Wenn sie zum jetzigen Zeitpunkt die verpfändeten Immobilien zum realen Wert verkaufen würden, käme das einer Verlustrealisierung gleich. Und die sähe bilanztechnisch nicht besonders gut aus. Also besser faule Kredite in der Bilanz!