Fall Urdangarin: Insgesamt 5.8 Mio Euro veruntreut?

Daraus geht hervor, daß der Duque de Palma, Iñaki Urdangarin und sein Partner, Diego Torres, die Firma Nóos gegründet haben, um öffentliche und private Gelder für die Organisation von Kongressen und Events zu verwenden.

Von diesen Geldern sollen sie 5.8 Mio. Euro veruntreut haben. Der Staatsanwalt stellt in seinem Bericht fest, daß die Gesellschaft Nóos von den beiden Partnern dazu geschaffen wurde, um öffentliche Gelder „umzuleiten“. Diego Torres soll nach seinen Angaben über 2 Mio Euro in seine Tasche gewirtschaftet haben, während Iñaki Urdangarin 747.889 Euro kassiert haben soll.

Das Dokument des Staatsanwalt berücksichtigt die Aktivitäten der Firma Nóos, die in den Jahren von 2004 bis 2007 5.804.533 Euro eingenommen haben soll, von denen 3.519.533 Euro für die Organisation von 3 Kongressen in Valencia in den Jahren 2004 bis 2006 ausgegeben wurden. In diesem Fall kam das Geld von der Generalitat Valenciana, der Valencia Tourismus Foundation und der Stadt der Künste und Wissenschaften.

Den Rest, 2.285.000 Mio Euro, wird den Aktivitäten der Gesellschaft Nóos auf den Balearen zugeschrieben, wo sie – ohne öffentliche Ausschreibung und den nötigen Verwaltungsweg für diese Tätigkeit zu gehen – den internationalen Kongress für „Sport und Tourismus“ und weitere Events organisieren sollten. Dafür legten sie einen Kostenvoranschlag über 1.2 Mio Euro vor, der aus einem Blatt bestand.

Bei der Auflösung der Firma Nóos  wurden Beträge in Höhe von über 1.7 Mio Euro durch falsche Rechnungen abgerechnet und den Konten der Partnern gutgeschrieben.

Die Vernehmung Urdangarins  durch den Richter José Castro ist für den 25. Februar 2012 anberaumt.