Fall Maddie: Phantombild löst Welle an Hinweisen aus

Kate und Gerry McCann haben zwar mit neuen Augenzeugen gerechnet, waren gestern Abend jedoch schier überwältigt von den rasanten Fortschritten, die der Fall nun macht. Wendet sich jetzt das Blatt für die von der Polizei als Hauptverdächtige eingestuften Eltern der kleinen Madeleine?

Fest steht, dass der Mann auf dem Phantombild eine geradezu frappierende Ähnlichkeit zu einer neuen Zeichnung aufweist. Selbst zur vor Monaten angefertigten Skizze nach Aussagen von Jane Tanner, einer engen Freundin der McCanns, die ebenfalls in Praia da Luz Urlaub gemacht hatte, passt die Beschreibung. Tanner gab an, am Abend des Verschwindens von Maddie einen Mann mit einem kleinen Mädchen im rosa Pyjama gesehen zu haben.

Maddie jetzt doch in Belgien?

Jetzt will ein weiterer Zeuge vor drei Monaten in Belgien einen Mann mit Maddie gesehen haben, der genau auf die Beschreibung von Gail Cooper passt. Das Erstaunliche dabei: Auch dieser Zeuge hatte damals seine Beobachtung der Polizei gemeldet und ein Phantombild unabhängig von der Cooper-Beschreibung anfertigen lassen. Und siehe da – der vermeindliche Maddie-Entführer weist die gleichen riesigien Zähne und markanten Merkmale auf, wie der Mann auf dem gestern veröffentlichten Bild. Man könnte fast meinen, er habe sich lediglich den Schädel und den Bart abrasiert.

Hat der vermeindliche Entführer schon früher kleinen Mädchen aufgelauert?

Ein Anrufer gab an, er habe bereits vor zwei Jahren Urlaub in Praia da Luz gemacht und schon damals den Mann vom Phantombild dort gesehen. Er sagte aus, die Gesichtszüge und das Gebiss seien so auffällig gewesen, dass er sie sein Leben lang nicht vergessen würde.

Die spanische Detektivagentur Método 3 ist jedenfalls mal wieder überzeugt davon, dass der Fall kurz vor der Aufklärung steht.