Fall Maddie: Freund der Eltern schweigt aus Angst

Die politischen Freunde von Maddies Eltern sind keine Geringeren als Englands Premierminister Gordon Brown und Außenminister David Miliband. Beide standen in engem Kontakt zu Kate und Gerry McCann bevor sie offiziell zu Verdächtigen erklärt wurden, aber auch heute noch werden sie täglich über den Fall informiert – und zuletzt machte Brown beim EU-Gipfel Druck, den Fall endlich zu lösen. Was er damit meinte, war klar: Die Eltern von Maddie in Ruhe zu lassen.

Maddies Eltern berieten sich mit ihren Freunden – dann erst riefen sie die Polizei

Der Anwalt: „Mein Klient will niemanden beschuldigen, das ist Sache der Polizei. Aber er hat noch einiges zu sagen.“ Angeblich gehört er zu den Männern unter den McCann-Freunden. Unter anderem enthüllt El Mundo, dass Maddies Eltern am Abend des 3. Mai erst die Polizei anriefen, nachdem sie mit ihren Freunden  beratschlagt häben, welche Konsequenzen es für sie haben könnte, dass sie ihre Kinder alleine gelassen hatten. Dies würde erklären, wieso Kate McCann Maddies Verschwinden um 22 Uhr bemerkte, aber erst 40 Minuten später die Polizei alarmierte.

McCann-Sprecher Clarence Mitchell kommentierte den El-Mundo-Artikel als „völligen Blödsinn“. Die McCanns sowie ihre sieben Freunde hätten nur einen gemeinsamen Anwalt, und der habe die Aussagen nie gemacht. Aber der Londoner Anwalt ist hartnäckig. „Klar, dass sie nur einen Anwalt haben, so werden sie unter Druck gesetzt. Aber mein Mandant hat mich heimlich zu Rate gezogen, natürlich hat er den Beratern von Maddies Eltern nichts davon erzählt.“

Maddies Eltern haben viele falsche Freunde – sie behindern die Suche nach Maddie

Zur Einmischung der englischen Politiker in den Fall sagte der Anwalt: „Ich verstehe vollkommen, dass sich unsere Regierung verpflichtet fühlt, den McCanns zu helfen. Aber sie bekommen mehr Hilfe als in solchen Fällen üblich ist. Das verstehe ich keinesfalls. Denn es behindert die Ermittlungen.“

Der Anwalt weiter: „Ich will niemanden anklagen, aber die McCanns haben viele falsche Freunde, die ihnen keinesfalls dabei helfen, Maddie zu finden.“

Bereits in der vergangenen Woche hatte die El Mundo berichtet, dass zwei der Freunde der McCanns ihre Aussage ändern wollten. Scheinbar verfügt die El Mundo zu diesem Thema über sichere Quellen. Die Zeitung gilt als seriös.

Neue Spur: Maddie jetzt in Bosnien?

Auf der Suche nach Maddie gibt es außerdem eine neue Spur: Angeblich wurde das Mädchen jetzt in Bosnien gesichtet. Die privaten Ermittler der Detekei Medodo 3 aus Barcelona sind unterwegs.