Ex-Minister Rato soll Caja Madrid aus Immobilienkrise führen

Der 60-Jährige wurde nach einer Generalversammlung vom Verwaltungsrat einstimmig gewählt. Rato tritt die Nachfolge von Miguel Blesa an, der 13 Jahre lang an der Spitze von Caja Madrid stand.

Caja Madrid ist das viertgrößte Finanzinstitut Spaniens. Die Sparkasse wurde jedoch besonders hart von der Immobilienkrise im Land getroffen und erlitt 2009 einen Gewinneinbruch um fast 70 Prozent auf knapp 270 Millionen Euro.

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Der aus Madrid stammende Rato war 2007 nach dreieinhalb Jahren überraschend als IWF-Direktor zurückgetreten. Er gab damals private Gründe an. Zuvor war Rato von 1996 bis 2004 in der Regierung des Konservativen José María Aznar spanischer Wirtschafts- und Finanzminister gewesen. Seine Amtszeit bei Caja Madrid läuft sechs Jahre.

Der Wahl Ratos bei der Sparkasse waren monatelange Querelen um den geeigneten Kandidaten innerhalb der konservativen Volkspartei (PP) vorangegangen, die in der Region Madrid regiert und auch den Bürgermeister der Hauptstadt stellt.

Der Partei stand somit zu, den Anwärter auf den Posten zu benennen. Der frühere IWF-Direktor wurde schließlich zum Konsenskandidaten von Konservativen, Sozialisten und Gewerkschaften.  (SAZ, dpa)

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