Denn Lucía Pérez ist megaout! Fakt ist, dass von dem Spektakel, das in Deutschland seit Wochen die Massen bewegt, in Spanien kaum jemand Notiz nimmt.

Wenn am Samstag ab 21 Uhr die deutschen Schlagerfreunde feiern, ist in Spanien Abendessen angesagt.

Der Song von Lucía Pérez ist in Spanien ein Flop, die Sängerin wenig beliebt – und für die favorisierten irischen Hüpfdohlen von Jedward fehlt den Spaniern offensichtlich der Humor. Oder der schlechte Geschmack.

Wie auch immer: Selbst Deutschlands Lena ist den Spaniern nicht mehr in Erinnerung. Und so wird der Eurovision Song Contest wohl an ihnen vorbeirauschen.

Sie hatten vielleicht auch einfach schon genug Klamauk in den vergangenen Wochen: Die Clásico-Serie zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona hatte wochenlang die Aufmerksamkeit auf sich gezogen – aber die Stars hatten mit schlechtem Fußball und noch schlechteren Theatereinlagen die Öffentlichkeit abgestoßen.

Wer braucht da noch Sternchen wie Lena, Lucía oder Jedward?

So oder so: Auch ohne spanische Begeisterung steigt am Samstag in Düsseldorf das Finale des Eurovision Song Contests. Erstmals seit 28 Jahren wird die weltgrößte Musikshow wieder in Deutschland abgehalten.

25 Länder treten gegeneinander an. Lena, die den Wettbewerb im vergangenen Jahr für Deutschland gewonnen hatte, singt den Titel „Taken By A Stranger“.

Prognosen zufolge wird sie damit gut abschneiden, aber nicht wieder gewinnen. Top-Favorit ist das irische Zwillingsduo Jedward. Außerdem werden Frankreich, Dänemark und Finnland gute Chancen eingeräumt.

Schätzungsweise 120 Millionen Menschen dürften die Show in ganz Europa verfolgen. Die Zuschauer können per Telefon und SMS für ihren Favoriten stimmen.