Euro-Gipfel macht Banken Angst: Regierung widerspricht El País.

Die spanischen Großbanken können nach Einschätzung der Madrider Regierung das vom Euro-Gipfel geforderte frische Kapital ohne staatliche Hilfe aufbringen. «Ich bin überzeugt, dass die Geldinstitute alles daran setzen werden, ohne Gelder der öffentlichen Hand auszukommen», sagte Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado dem staatlichen Rundfunk RNE.

Die Banken könnten zum Beispiel auf die Zahlung von Dividenden verzichten oder Eigentum verkaufen. Die spanischen Großbanken müssen sich nach den EU-Beschlüssen 26 Milliarden Euro beschaffen, um die verlangte Aufstockung des Eigenkapitals zu erreichen. Dies ist etwa ein Viertel der Gesamtsumme von 106 Milliarden Euro, die sich die führenden Banken Europas insgesamt besorgen müssen.

Die spanischen Banken sind nach Ansicht der angesehenen Zeitung «El País» die «großen Verlierer des Euro-Gipfels»: Sie müssten sich die zusätzlichen Mittel verschaffen, obwohl sie von dem geplanten Schuldenerlass Griechenlands kaum betroffen seien. Die Banken in Spanien verfügen nur in geringem Umfang über griechische Staatsanleihen.