„Im Allgemeinen bin ich überzeugt, dass die Einschränkung der Freizügigkeit europäischer Arbeitnehmer nicht die richtige Antwort auf hohe Arbeitslosigkeit ist“, sagte EU-Arbeits- und Sozialkommissar Laszlo Andor am Donnerstag in Brüssel. Dennoch wandte er ein: „Diese Entscheidung wurde wegen der sehr speziellen Arbeitsmarktlage in Spanien getroffen.“

Rumänen, die in Spanien arbeiten wollen, brauchen seit Ende Juli eine Arbeitserlaubnis. So will Madrid den Zustrom Arbeitssuchender kappen und den Bedürfnissen des unter Druck stehenden Arbeitsmarkts anpassen. Die Reglung gilt zunächst bis Ende des Jahres.

Spanien hatte im Januar 2009 Einschränkungen für Arbeiter aus Rumänien – seit 2007 EU-Mitglied – aufgehoben. Das Land leidet heute aber mit mehr als 21 Prozent an der höchsten Arbeitslosenquote in der EU. Brüssel hatte erst mit Skepsis auf die Pläne Madrids reagiert.