ETA-Terroristen gefoltert? Polizisten müssen ins Gefängnis

Ein Gericht in der nordspanischen Küstenstadt San Sebastián sah es als erwiesen an, dass die Beamten der Guardia Civil (Zivilgarde) zwei ETA- Mitglieder bei deren Festnahme im Januar 2008 schwer misshandelt hatten.

Elf weitere Polizisten, die damals an dem Einsatz beteiligt waren und ebenfalls vor Gericht standen, wurden freigesprochen.

Bei den gefolterten Terroristen handelte es sich um Igor Portu und Mattin Sarasola, die im Dezember 2006 einen Bombenanschlag auf den Madrider Flughafen verübt hatten.

Laut Gerichtsurteil wurden sie bei ihrer Festnahme von den Polizisten mit dem Tode bedroht, geschlagen und getreten. Portu wurde einen Tag nach seiner Festnahme mit einer gebrochenen Rippe und mehreren Blutergüssen ins Krankenhaus gebracht.

Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba führte die Verletzungen damals darauf zurück, dass der Terrorist sich seiner Festnahme widersetzt habe und die Polizei ihn habe überwältigen müssen. Zudem wiesen die Sicherheitskräfte darauf hin, dass die ETA ihren Terroristen in einem Handbuch den Rat gegeben habe, die Polizei stets der Folter zu bezichtigen.

Portu und Sarasola wurden im Mai dieses Jahres zusammen mit einem Komplizen wegen des Madrider Anschlags zu je 1.040 Jahren Haft verurteilt.

Sie hatten auf dem Flughafen der spanischen Hauptstadt eine Autobombe gezündet und damit zwei Menschen getötet sowie ein Parkhaus zum Einsturz gebracht.  (SAZ, dpa; Foto: SAZ)

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