ETA gesteht Mord: “Die Polizei hat angefangen”

In einer Erklärung, die die baskische Zeitung "Gara" am Sonntag abdruckte, warf die baskische Untergrundorganisation der Polizei vor, den ersten Schuss abgegeben zu haben.

Der Vorfall habe sich ereignet, nachdem die Polizei am 16. März vier ETA-Mitglieder wegen Diebstahls mehrere Autos in Dammarie-les-Lys, 50 Kilometer südöstlich von Paris, festgenommen habe. Ein Beamter habe anschließend auf einen der Festgenommen geschossen, ohne diesen treffen zu wollen. Dennoch seien daraufhin drei weitere ETA-Mitglieder eingeschritten.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, forderten nach Darstellung der ETA die Baskenkämpfer die Polizisten auf, ihre Waffen niederzulegen. In der darauffolgenden Schießerei hätten die Aktivisten neun Schüsse abgegeben, die französischen Polizisten deutlich mehr.

Bei dem Vorfall war ein 52-jähriger Beamter getötet worden. Den Behörden gingen bereits davon aus, dass die Tat auf das Konto der ETA geht. Präsident Nicolas Sarkozy hatte angekündigt, die Stützpunkte der Baskenkämpfer in Frankreich würden "einer nach dem anderen ausgerottet".

Die ETA kämpft seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs. Sie wird für den Tod von mehr als 820 Menschen verantwortlich gemacht.

Frankreich und Spanien haben ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen die Organisation seit einiger Zeit verstärkt. In den vergangenen Monaten nahm die französische Polizei mehrere mutmaßliche hochrangige ETA-Mitglieder fest.

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Foto: TVE