ETA bombt im Baskenland – diesmal mit Vorwarnung

Im spanischen Baskenland hat die ETA in der Nacht zum Montag erneut einen Anschlag verübt. 

Der Sprengsatz explodierte an einer Uferpromenade in dem Küstenort Getxo nahe Bilbao, wie der öffentliche Radiosender RNE meldete. 

Angaben über Verletzte lägen nicht vor. Etwa eine Stunde vorher habe ein Anrufer das regionale Verkehrsamt im Namen der ETA vor einem mit einem Sprengsatz präparierten Wagen gewarnt. Daraufhin riegelte die Polizei das Gebiet ab. Mehrere Häuser wurden evakuiert.

Die baskische Untergrundorganisation ETA kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Norden Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mehr als 820 Menschen getötet. Erst letzte Woche starb ein Gaurdia Civil an den Folgen eines Anschlages.

Eine im März 2006 vereinbarte Waffenruhe kündigte die ETA nach gut einem Jahr im Juni 2007 wieder auf. Seitdem bekannte sie sich zu rund 20 Anschlägen. Die EU und die USA betrachten die ETA als Terrororganisation.