In der baskischen Stadt Elgoibar ist am Sonntag ein Sprengsatz explodiert. Nach Berichten des staatlichen Radiosenders RNE entstand dabei Sachschaden, verletzt wurde jedoch niemand. 

Ein anonymer Anrufer hatte etwa eine Stunde zuvor bei der Straßenwacht im Namen der baskischen Untergrundorganisation ETA vor der Explosion gewarnt. Die Polizei riegelte daraufhin das betroffene Gemeindezentrum ab und evakuierte umliegende Gebäude.

Erst am Donnerstag waren bei einem ETA-Anschlag auf ein Büro der spanischen Regierungspartei PSOE in Bilbao sieben Polizisten leicht verletzt worden. Am 7. März, zwei Tage vor der spanischen Parlamentswahl, war bei einem Anschlag in der baskischen Stadt Mondragón ein ehemaliger Kommunalpolitiker der PSOE getötet worden.

Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero hatte nach seiner Wiederwahl den Kampf gegen die ETA als einen der Schwerpunkte seiner zweiten Amtszeit genannt. Während der ersten Legislaturperiode des Sozialisten waren Friedensgespräche der Regierung mit der ETA gescheitert. Weitere Verhandlungen mit der Untergrundorganisation schloss Zapatero aus.

Die ETA kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Norden Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei töteten die Untergrundkämpfer mehr als 800 Menschen. Die Europäische Union und die USA betrachten die ETA als Terrororganisation.