Escada: Aus den Roten Zahlen zurück in die Oberliga

Für Escada war die Pleite der Beginn einer Wiedergeburt – eine der reichsten Familien der Welt und aufwendige Restrukturierungen verhalfen dem Konzern zu neuer Stärke.

Das Image des ehemaligen börsennotierten Unternehmens, das 1976 in Aschheim bei München gegründet wurde, ist angestaubt. Die hochpreisige Prêt-à-porter-Damenoberbekleidung und zahlreichen Accessoires haben einen großen Schuldenberg verursacht. 2008 übernahm Bruno Sälzer den Chefposten des Modehauses – sein Urteil viel deutlich aus. Ohne eine umfassende Restrukturierung ist die Rettung des Konzerns nicht möglich. Damals war nicht von einer Insolvenz die Rede. Erst als Lehman Brothers im September kollabierte, spitze sich die Lage auch bei Escada zu. Einige Rettungsversuche später reichten die Münchener ein Jahr später den Insolvenzantrag ein.

Das Aus, das viele Menschen prophezeiten, blieb bis heute aus. Die Escada AG ist heute auf dem Weg zurück in die Gewinnzone. Beflügelt von einem Umsatz von 300 Millionen Euro im Jahr 2011 ist es nahe an der Nulllinie. Derzeit beschäftigt das Unternehmen insgesamt 2.100 Mitarbeiter, davon 400 am Firmensitz. Die Mode-Artikel und Accessoires finden ihren Weg in mehr als 80 Länder. Besonders beliebt sind die verschiedenen Parfums, die eine ganz besondere Duftnote besitzen.