"Jesus hatte keine Sterbebegleitung, aber sein Tod war absolut würdig, weil er ihm ins Gesicht geblickt hat, mit Zuversicht, denn er hat ihn mit Liebe hingenommen", sagte der emeritierte Erzbischof von Pamplona, Fernando Sebastian, in einer Predigt in Valladolid.

Der Würdenträger riet den Christen, dem Beispiel Jesu zu folgen. "Gewisse" Menschen schienen die Würde des Todes mit der Angst vor Schmerzen zu verwechseln, kritisierte der Erzbischof.

Spanischer Klerus kämpft vehement gegen Sterbehilfe

Der Fall einer 52-jährigen Französin, die wegen eines unheilbaren Tumors im Gesicht das Recht auf Sterbehilfe vor Gericht erstreiten wollte, hatte in den vergangenen Tagen über Frankreichs Grenzen hinaus für Bestürzung gesorgt.

Die Frau war mit ihrem Gesuch gescheitert und am Mittwoch tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Chantal Sébire hatte gewünscht, sie wolle "in Würde sterben".

In Spanien dürfen Todkranke eine Behandlung ablehnen, aktive Sterbehilfe ist jedoch illegal. Der katholische Klerus in Spanien ist im Kampf gegen die Sterbehilfe besonders aktiv.