Erste Abrisse – Regierung ist “stolz” auf ihre Bürger

In Vergel gelten rund 200 Häuser als schwer beschädigt, 20 von ihnen müssen abgerissen werden, in Els Poblets haben nach Angaben der Zeitung El Mundo 350 Häuser schwer gelitten, elf davon müssen dem Bagger weichen.

Das Land Valencia kündigte an, im Schnellverfahren 77 neue Wohnungen für die obdachlos Gewordenen zu bauen, in denen diese dann mietfrei wohnen können.

Spaniens Vize-Regierungschefin Fernández de la Vega hat in der Zwischenzeit Calpe, Vergel und Beniarbeig besucht, um die schlimmen Schäden mit eigenen Augen zu sehen. Ihr Kommentar: „Die Regierung ist stolz darauf, wie gefasst und tapfer die Betroffenen reagieren.“

Schlimme Regenfälle am Donnerstag in der Marina Alta

Die Gemeinden sammeln weiter Schadensmeldungen der Bürger ein, um danach Katastrophenhilfe zu reklamieren. Am Freitag wird mit der Verabschiedung eines Notfall-Dekrets gerechnet, das 15 konkrete Hilfsmaßnahmen beinhalten soll, so de la Vega. Das Militär ist unterdessen dabei, die zerstörte Brücke von Beniarbeig wieder aufzubauen. Das stählerne Gerüst steht bereits, in der kommenden Woche soll die Brücke wieder befahrbar sein.

Die Marina Alta war am Mittwoch und Donnerstag von schlimmen Regenfällen heimgesucht worden. Der Hafen von Gandia blieb am Donnerstag geschlossen, nachdem am Morgen Befürchtungen laut wurden, dass ein Unwetter über Mallora auf die Küste zukommt. Regenfälle von bis zu 100 Litern in zwölf Stunden wurden zunächst erwartet. Zuvor waren in Rótova nahe Gandia 55 Liter in vier Stunden gemessen worden.

Für den Freitag sind weiter Wolken angesagt, allerdings weniger schlimme Regenfälle. Das Schlimmste scheint überstanden – fürs erste.