Erst Contador, jetzt Dominguez: Spanien im Doping-Sumpf

In einer Fahndungsaktion unter dem Decknamen "Operación Galgo" (Operation Windhund) hatten Beamte in Zivil die Wohnung der Weltmeisterin im 3000-Meter-Hindernislauf in der nordspanischen Stadt Palencia durchsucht.

Wie aus Justizkreisen verlautete, nahm die Polizei auch zwei Leichtathletik-Trainer und den mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes fest. Bei den festgenommenen Betreuern handelte es sich um den Trainer der Athletin, César Pérez, und Manuel Pascua Piqueras, einen der erfolgreichsten Leichtathletik-Trainer des Landes.

Domínguez gilt als das Aushängeschild der spanischen Leichtathletik. Sie ist Weltmeisterin über 3000 Meter Hindernis und war je zweimal Europameisterin und Vizeweltmeisterin über 5000 Meter gewesen.

Die Läuferin ist zugleich Vizepräsidentin des spanischen Leichtathletik-Verbandes. Sie gab vor einem Monat bekannt, dass sie ein Kind erwarte und sich vorübergehend vom Leistungssport zurückziehen werde. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London wollte sie aber wieder an den Start gehen, kündigte die Spanierin an.

Die Polizei nahm am Donnerstag Hausdurchsuchungen in mehreren spanischen Städten vor. Die Ermittler gaben zunächst keine weiteren Einzelheiten zu der Aktion bekannt. Augenzeugen beobachteten, wie Beamte einen Laptop, einen Metallkoffer und einen Karton aus der Wohnung von Domínguez abtransportierten.

Der Verdacht gegen die Läuferin ist der zweite schwere Schlag für die spanische Leichtathletik. Vor gut einem Jahr hatte die Polizei ein Dopingnetz ausgehoben, dem der Geher Paquillo Fernández angehörte. Der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2004 in Athen verbüßt derzeit seine Sperre. (SAZ; Foto: Wikipedia)

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