Erdbeben: Westerwelle tröstet Chile, Spenden willkommen

Zum Auftakt wird Westerwelle am Sonntag Chile besuchen, wie das Auswärtige Amt mitteilte. Der ursprünglich nicht geplante Zwischenstopp wurde erst nach dem Erdbeben vom vergangenen Wochenende ins Programm aufgenommen und soll ein Zeichen der Solidarität sein.

Weitere Stationen der siebentägigen Reise sind Argentinien, Uruguay und Brasilien.

Chiles Präsidentin Michelle Bachelet bezifferte inzwischen die Gesamtzahl der Toten mit 532 und ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Die zunächst überhöhten Angaben zu den Todeszahlen löste neue Kritik an der Regierung aus. Sie war schon zuvor wegen der fatalen Tsunami-Entwarnung am Tag des Erdbebens am vergangenen Samstag angegriffen worden. Außerdem steht sie wegen des späten Einsatzes von Truppen gegen Plünderer im Katastrophengebiet und des späten Eintreffens von Hilfsgütern für die Millionen Hilfsbedürftigen in der Kritik.

Die Schäden allein an der Infrastruktur Chiles wurden unterdessen auf etwa 22 Milliarden Euro geschätzt.

SPENDENAUFRUF: "Cobijo para Chile" bittet um Hilfe

Weil nicht nur die chilenische Regierung versagt, sondern auch die Hilfen anderer Staaten im Vergleich zum jüngst durch ein Erdbeben zerstörten Haiti vergleichsweise gering ausfallen, gibt es eine Reihe privater Initiativen, zum Beispiel "Cobijo para Chile" (Unterkünfte für Chile).

Das Projekt anthroposophischer Ärzte, Psychologen und Lehrer zielt darauf ab, konkret vor Ort medizinische und humanitäre Hilfe zu leisten sowie den Menschen mit Zelten und Hütten ein Dach über dem Kopf zu schaffen.

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Foto: La Tercera