Erdbeben Südspanien: Granada, Malaga und Costa del Sol vibrieren

Ein Erdbeben der Stärke 4,8 hat in der Nacht zum Montag die Menschen in Südspanien aufgeschreckt. Verletzte oder nennenswerte Schäden gab es nicht.

Dutzende besorgte Bürger riefen jedoch die Notdienste an. "Einige berichteten von vibrierenden Wänden oder von Lampen, die sich bewegten", sagte ein Sprecher der andalusischen Regierung. Auch in den Touristenhochburgen an der Costa del Sol am Mittelmeer waren die Erschütterungen zu spüren.

Das Epizentrum lag nach Angaben des Nationalen Geografischen Instituts (IGN) nahe der Ortschaft Dúrcal (7.000 Einwohner) bei Granada in Andalusien. Der Erdbebenherd wurde in einer Tiefe von 610 Kilometern ausgemacht. Das Beben sei auch im rund 100 Kilometer entfernten Málaga und anderen Touristenorten wie Benalmádena, Estepona oder Fuengirola zu spüren gewesen.

Die US-Erdbebenwarte USGS hatte die Stärke des Erdbebens mit 6,2 angegeben. Dies liege daran, dass die Amerikaner ein anderes Messverfahren angewandt hätten, erklärte ein Sprecher des IGN in Madrid. In Südspanien bebt die Erde häufiger, selten sind es jedoch wirklich starke Erdbeben wie zuletzt 1969, als in der Provinz Huelva mehrere Häuser zerstört wurden.

Spanien ist nicht besonders erdbebengefährdet. Dennoch kommt es im Süden des Landes immer wieder zu kleineren Beben, weil die eurasische und die afrikanische Platte dort aneinanderreiben.

Vor allem die autonome spanische Region Andalusien ist öfters betroffen. Meist sind die Erdbeben aber nicht stärker als 5,0 und richten keine größeren Schäden an. In der Provinz Granada kam es allerdings 1884 zu einem Beben mit einer Stärke von mehr als 6,0. Damals starben rund 900 Menschen. (dpa, SAZ)

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Foto: Wikipedia (im Bild: Alhambra in Granada)