Erdbeben in Spanien: Erdgaslager am Mittelmeer schuld! “Angst in der Bevölkerung”

Die Erdstöße hätten in einem direkten Zusammenhang mit dem Lager gestanden, heißt es in einem Gutachten des Nationalen Geografie-Instituts (IGN), das der Parlamentsabgeordnete Ricardo Sixto am Montag der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Das Einpumpen von Erdgas in die Lagerstätte in einem früheren Erdölreservoir habe die Beben an einer Gesteinsverwerfung ausgelöst, die bislang nicht bekanntgewesen sei. Diese Verwerfung sei bei der Genehmigung des Projekts nicht berücksichtigt worden.

In den ostspanischen Provinzen Castellón und Tarragona waren im September mehr als 400 Erdbeben registriert worden. Zwei davon hatten eine Stärke von 4,1 und 4,2. Es entstanden keine größeren Schäden, aber in der Bevölkerung breitete sich Angst aus.

Die spanische Regierung hatte damals angeordnet, das Einpumpen von Erdgas vorerst zu stoppen. Madrid muss noch entscheiden, ob das Vorhaben, dessen Kosten auf 1,3 Milliarden Euro beziffert wurden, fortgesetzt oder aufgegeben wird.