Enterbung nach Verurteilung wegen häuslicher Gewalt

Dennoch gibt es immer wieder neue Fälle, wo zumeist Frauen von ihren Partnern oder Ex-Männern umgebracht werden.

Die Katalanen gehen jetzt einen Schritt weiter. Wer sich in Katalonien der häuslichen Gewalt schuldig macht, hat keinen Anspruch mehr auf ein Erbe. 

Das sieht ein neues Gesetz vor, das das Regionalparlament in Barcelona am Mittwoch einstimmig verabschiedete. 

Wer wegen Totschlags oder versuchten Totschlags an seinem Partner rechtskräftig verurteilt worden ist, wird demnach des Erbes für "unwürdig" befunden. Dasselbe gilt bei Gewaltanwendung oder schwerer Freiheitsberaubung, Beeinträchtigung der moralischen oder sexuellen Integrität von Partner, Kind, Eltern oder Großeltern. 

Ebenso führt zur Enterbung, wenn jemand nicht seiner familiären Verantwortung gerecht wird, etwa weil er gerichtlich angeordnete Alimente nicht zahlt. 

Im selben Gesetz wird geregelt, dass jeder erben könne, dessen Lebensgefährte gestorben ist – unabhängig davon, ob das Paar verheiratet war oder nicht und ob es eine heterosexuelle oder homosexuelle Verbindung war.

Entscheidend seien eine "stabile Lebensgemeinschaft" und "emotionale Verbindungen", heißt es in dem Gesetzestext.