Ende der Jahrhundertdürre: Land unter in Katalonien

Noch vor kurzem herrschte Alarmstufe Rot in Katalonien. Die Stauseen waren gerade einmal zu 20 Prozent gefüllt.

Am Hafen von Barcelona trafen Schiffe mit Wasserladungen aus Tarragona ein, und der Ebro soll eigentlich mittels eines 60 Kilometer langen Leitungssystems umgeleitet werden, damit in Provinzen wie Barcelona und Girona im Sommer nicht das Wasser stundenweise abgestellt wird.

Mittlerweile sieht es allerdings so aus, dass Wasser im Überfluss herrscht. Die seit Wochen anhaltenden Regenfälle haben dazu geführt, dass der Ebro stellenweise übergetreten ist. 

Ursprüngliche Regelungen im Rahmen eines Krisenplanes wurden hinfällig. Fest steht – auch in diesem Sommer werden die Pools in Barcelona geöffnet sein, Garten und Parks dürfen besprengt werden. Das Auto muss nicht verdrecken, weil alle Waschanlagen geschlossen werden müssen. 

Kriegsbeil begraben? Valencia und Murcia können aufatmen

Und auch der Krieg zwischen Katalonien und den Regionen Valencia und Murcia scheint beendet zu sein. Zumindest herrscht Waffenstillstand. Im Süden war man “beleidigt”, dass nur Katalonien in den Genuss des Ebro-Abzweigs kommen würde. Auch in Valencia und Murcia hätte man das Recht auf eine entsprechende Versorgung mit Trinkwasser. 

Die Wogen haben sich geglättet, das Thema ist durch. Es wird keine Leitung geben. Stattdessen überdenkt man erneut die Möglichkeit, zusätzliche Entsalzungsanlagen zu errichten, um zukünftige Dürreperioden problemlos zu überstehen.