El Palmeral de Elche: 200.000 Dattelpalmen im Weltkulturerbe! “Nordafrika mitten in Spanien”

Es sind wohl über 200 000 überwiegend Dattelpalmen im Parmeral und so erlebt der Besucher ein Flair Nordafrikas in einer europäischen Stadt. Der Palmenhain von Elche wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit ernannt.

Die spezielle Anordnung der Pflanzung durch die Mauren unterteilt den Palmeral und die Mauren nutzten die einzelnen Gartenbereiche für die Landwirtschaft. Das bemerkenswerte Bewässerungssystem aus den Zeiten von Al-Andalus zeigt eine orientalische hohe Kunst der Bewässerung, denn in dieser Gegend fällt vergleichsweise wenig Niederschlag – nur etwa 300 mm im Jahr. Die von den Palmen umsäumten Areale bieten Schatten und so wurde schon vor Jahrhunderten eine ertragreiche Landwirtschaft durch ein besonderes Mikroklima möglich.

Der Palmeral erstreckt sich heute über eine Fläche von ungefähr anderthalb Kilometern innerhalb der Stadt Elche und schließt neben dem Stadtpark auch viele Obstgärten ein.

Die größte Palme im El Palmeral de Elche ist die Palmera Imperial, die Kaiserliche Palme mit ihren sieben Stämmen. Sie ist die einzig bekannte Dattelpalme mit sieben Armen die aus einem einzigen Stamm gewachsen sind. Ihren Namen erhielt die Palmera Imperial wegen des Besuchs der Kaiserin Sissi im Jahre 1894. Die Kaiserin zeigte sich damals bei ihrem Besuch begeistert von der Palmenpflanzung und genoss es, in den schattigen Palmengärten zu spazieren.

Leider ist der Fortbestand des Palmenhains bedroht. Die Stadt Elche hat bereits verschiedene Bebauungen im El Palmeral gestattet und so ist schon ein Teil dieser Pflanzung verloren. Aber es regt sich Widerstand und so wird der wunderbare Palmenhain doch erhalten bleiben.

Es gibt aber noch eine andere Gefahr und die ist als sehr bedrohlich einzuordnen. Afrikanische und ägyptische Palmen wurden illegal in die Mittelmeerländer eingeführt und ausgepflanzt. Es wurden aber nicht nur die Palmen mitgebracht sondern auch der sie bewohnende gefräßige rote Palmrüssler, der Picudo Rojo. Die Stadt Elche arbeitet eng mit dem Land Valencia zusammen um über die Forschung Mittel gegen den gefräßigen Käfer zu finden und so den El Palmeral de Elche auch für künftige Generationen zu erhalten.