„Die Entscheidung der EZB war nicht angebracht. Die Unruhe auf den Finanzmärkten ist noch nicht überwunden, und mehrere Länder haben Probleme, wirtschaftliches Wachstum zu erzielen. (Anmerkung der Redaktion: vor allem Spanien)

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet richtete sich jedoch nach der Lage in Frankreich und Deutschland. Die Wirtschaft dieser beiden Länder kann die Zinserhöhung ohne weiteres verkraften.

Die EZB hätte im Kampf gegen die Inflation den gewünschten Effekt auch durch eine Anhebung des Leitzinses in kleineren Dosen erzielen können. Ihre Entscheidung begründet sie mit der Stabilität der Währung.

Das ist eine schwache Argumentation, wenn man bedenkt, dass Griechenland, Irland und Portugal sich auf der Intensivstation befinden.“