„Im Gegensatz zu seinen früheren Spanien-Besuchen hat Papst Benedikt XVI. diesmal keine Kritik an der sozialistischen Madrider Regierung geübt.

Er überschritt nicht die Grenzen einer religiösen Visite. Auf diesem Gebiet allerdings gab es keine Änderungen in der Haltung der Kirche. Der Papst bezog seine Position innerhalb der konservativsten Strömungen des Katholizismus.

Er hielt nicht nur am Zölibat fest, sondern auch an anderen traditionellen Prinzipien der kirchlichen Moral, obwohl viele Gläubige diese längst nicht mehr befolgen.

Die Skandale um sexuellen Missbrauch von Kindern, die die Kirche in den vergangenen Jahren erschüttert hatten, sprach Benedikt nur indirekt an.“