Einwanderer erhalten Geld für Rückkehr in ihre Heimat

Angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen und der ernsten Wirtschaftsflaute will Spanien jetzt rund 100.000 Einwanderer ohne Job mit einem finanziellen Anreiz zur Rückkehr in ihre Heimatländer bewegen. 

Die Regierung billigte am Freitag das "Programm zur freiwilligen Rückkehr", das arbeitslosen Einwanderern aus Nicht-EU-Ländern ab September zwei Finanzspritzen für ihre Heimkehr garantiert. 

Dabei soll die erste vor ihrer Abreise aus Spanien und die zweite, höhere Summe einen Monat ausgezahlt werden. Anschließend dürfen die Ausreisenden erst wieder in drei Jahren eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Spanien beantragen.

Anspruch auf die Zuwendungen haben nach Angaben der stellvertretenden Ministerpräsidentin Maria Teresa de la Vega vor allem Einwanderer aus Kolumbien, Ecuador und Marokko. 

Nach jahrelangem Boom, durch den tausende Jobs für Einwanderer entstanden sind, wird die Konjunktur in Spanien derzeit durch die Folgen der US-Immobilienkrise und durch steigende Zinssätze gedämpft. 

Die Regierung rechnet in diesem Jahr deshalb mit einer Arbeitslosenquote von elf Prozent. Derzeit leben mehr als fünf Millionen Ausländer legal in Spanien; 1996 waren es lediglich 500.000.