Einbruchsmythen in Spanien

Mann steigt nachts in eine Wohnung ein. Ein Einbruch kann schwerwiegende, finanzielle Folgen für den Betroffenen habenRund um das Thema Einbruch gibt es einige Mythen, der nächtliche Einbruch gehört dazu. Bildquelle: Ricardo Reitmeyer – 149341613 / Shutterstock.com

Die Einbruchszahlen Spaniens sind im vergangenen Jahr noch einmal gestiegen. Dies geht aus der aktuellen Kriminalstatistik hervor. Demnach lässt sich die Zahl der Einbrüche auf eine Tat pro Minute herunterrechnen, die im gesamten Land verübt wird. Aus diesem Grund lohnt es sich, einen Blick auf die großen Irrtümer rund um das Thema Einbruch in Spanien zu werfen.

Einbrüche geschehen nachts

Das klassische Bild des Einbrechers zeichnet einen schwarz maskierten Mann, der sich dem Haus im Schutz der Dunkelheit nähert. Dabei ist dies in Deutschland und Spanien ein großer Irrtum. Etwa 70 Prozent der Taten geschehen nach aktuellen Zahlen zwischen 10 und 20 Uhr. Häufig nutzen die Einbrecher die Zeit der Abwesenheit, in der ihre Opfer etwa bei der Arbeit sind und die eigenen vier Wände nicht bewachen können.

Für Hausbesitzer ist es deshalb besonders wichtig, sich um die Sicherheitstechnik zu kümmern. Bereits zusätzliche Schlösser und Sperrriegel stellen hier einen wertvollen Zugewinn an Sicherheit dar. Wichtig ist, die Maßnahmen individuell nach den Schwachpunkten der Wohnung auszurichten. Besonders wichtig ist dies zum Beispiel für Ferienwohnungen in Spanien, welche die meiste Zeit über leer stehen und daher ein begehrtes Ziel für Einbrecher darstellen. Ein seriöser und transparenter Schlüsseldienst auf notprofi.de bietet ebenfalls eine professionelle Beratung zum Thema Einbruchschutz an.

Offen liegendes Geld besänftigt die Täter

Es ist eine schöne Vorstellung, die sich in der Realität jedoch als absolut haltlos erweist. Frei herumliegendes Geld, etwa auf dem Tisch im Wohnzimmer, besänftigt die Täter keinesfalls. So mancher Hausbesitzer in Spanien glaubt, die Einbrecher hätten damit ihr Ziel erreicht, seien dem Bewohner womöglich noch dankbar, nicht das übliche Versteckspiel gestartet zu haben.

In der Realität werden die Täter durch das Entgegenkommen meist darauf aufmerksam, dass sich noch viel mehr Geld in der Wohnung befinden könnte. Sie werden damit ihre Suche nicht aufgeben, ehe sie noch mehr Bargeld oder Wertsachen gefunden haben. Der frei herumliegende Bonus ist damit nur ein Anreiz, die Wohnung ganzheitlich zu untersuchen.

Die 112 wird erst nach geschehenem Einbruch gewählt

Gerade in Spanien sind Hausbesitzer oft zögerlich, was das Melden eines Einbruchs angeht. Die nationale Notrufnummer 112 wird deshalb erst gewählt, wenn tatsächlich ein Einbruch stattgefunden hat. Die Behörden machen derweil immer wieder auf die Bedeutung aufmerksam, sich frühzeitig bei den Anlaufstellen zu melden. Bereits das Erscheinen verdächtiger Personen ist ein ausreichender Grund, um sich diese Hilfe zu sichern. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Uniformierten rechtzeitig vor Ort sind, um den Täter auf frischer Tat zu ertappen.

Es wird hauptsächlich bei Reichen eingebrochen

Luxuriöses Wohnen als Einbruchsziel

Luxuswohnungen von Reichen sind ein beliebtes Ziel von Einbrechern. Bildquelle: TonTectonix – 416261833 / Shutterstock.com

Gerade aus der Sicht gut organisierter Banden stellen luxuriöse Wohnungen und Häuser ein beliebtes Einbruchsziel dar. Sie kalkulieren im Vorfeld die mögliche Höhe der Beute und nehmen diese Objekte als besonders attraktiv war. Doch nicht jeder Einbruch wird mit einem solchen Kalkül verübt und bis ins letzte Detail geplant. Häufig handeln Einbrecher aus anderen Motiven heraus. Auch in Spanien gibt es etwa drogenabhängige Einbrecher, die nur auf der Suche nach etwas Bargeld oder einem Smartphone sind, um ihren nächsten Schuss finanzieren zu können. Beides finden sie in praktisch jeder Wohnung. Aus ihrer Sicht ist es deshalb sehr attraktiv, in der näheren Umgebung einzubrechen. Ganz unabhängig davon, welchen sozialen Rang und finanziellen Status die dortigen Bewohner wohl haben werden.

Am Ende zeigt sich, wie viele falsche Einschätzungen bei diesem so sensiblen Thema noch immer existieren. Von großer Bedeutung ist deshalb ein objektiver Blick auf die Gefahrenlage, um sich selbst in geeigneter Form zu schützen.

Bildquellen:

  • Ricardo Reitmeyer – 149341613 / Shutterstock.com
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