Ein kleiner Unterschied: Spanische und deutsche Begrüßungen

Es ist immer wieder interessant zu sehen, dass zwischen zwei europäischen Ländern völlig unterschiedliche Begrüßungsformen bestehen. 

Wenn ein Deutscher einen Anruf entgegennimmt, nennt er einfach nur seinen Nachnamen . Der Spanier bleibt anonym und sagt: "Digame“ oder "¿S’i?" – sinngemäß etwa: "Ja, bitte?“. 

Wenn man mit jemandem sprechen will, plappert man in Spanien gleich drauf los, ohne sich vorher vorzustellen. Meist fragt man direkt nach dem gewünschten Gesprächspartner. 

In Deutschland undenkbar: Denn dort gilt immer noch die Regel – erst vorstellen, dann Fragen stellen. 

Schwierig wird es zwischen männlichen und weiblichen Geschäftspartnern. Wie begrüßt man als Mann eigentlich seine weibliche Geschäftspartnerin? 

Privat sind zwei Küsschen zur Begrüßung und zum Abschied normal. Bei Geschäftsterminen fragen sich viele Deutsche – wie viele Treffen sind eigentlich erforderlich, um vom Händeschütteln zum Küsschen überzugehen? 

Vollkommen verloren sind Deutsche wie auch Einheimische beim spanischen Adel: Die richtige Anrede und Begrüßungsform herauszufinden, ist ein wahrhaft schwieriges Unterfangen.

Linkverweis und Quelle: Karl H. Lincke, Business in Spanien