München (ots) – Die Auswirkungen des Klimawandels treten immer deutlicher zutage. Während Klimaschutzmaßnahmen im Großen oft dem politischen Tauziehen zum Opfer fallen, formt sich im Kleinen eine alternative Lösung. Immer mehr Haushalte nutzen kleine Solarkraftwerke zur Deckung des eigenen Strombedarfs und um die Stromrechnung zu reduzieren. Da diese auch “Balkonkraftwerk” oder “Stecker-Photovoltaik” genannten Kleinkraftwerke einfach über die Steckdose betrieben werden können, finden sie etwa auch in Mietwohnungen Verwendung. Ein Münchner Start-up setzt dabei Maßstäbe und möchte damit ein anderes Bewusstsein für den Umgang mit Energie schaffen.

2019, das war bevor Corona zur Pandemie erklärt wurde. Damals hatten viele ein anderes Verständnis von der Welt, vielleicht ein naiveres. Seitdem hat sich die Gesellschaft weiter entwickelt. Man ist sensibler geworden bei Themen wie Gesundheit, Solidarität, Digitalisierung, Work-Life-Balance. Diese Veränderungen werden sich nachhaltig auf unsere Art zu leben und zu arbeiten auswirken. 2019 war zudem das Jahr, in dem der Solarpionier Dominik Rechl beschloss, das Bewusstsein der Menschen auch in Hinblick auf den eigenen Umgang mit Energie nachhaltig zu verändern. Zu diesem Zweck gründete er in München ein Start-up, welches individuelle Projekte für Aufdach- und Freiflächenphotovoltaik verwirklicht, aber insbesondere auch sogenannte “Balkonkraftwerke” anbietet, mit denen jeder Einzelne aktiv zur Energiewende beitragen kann.

Die kleinen Solarkraftwerke bestehen aus einem oder zwei Solarmodulen, einem kleinen Kasten, der die dort gewonnene Sonnenenergie haushaltsverträglich macht, und einem einfachen Stecker. Wird dieser in eine Steckdose eingesteckt, fließt bei Tageslicht nach wenigen Minuten 100% sauberer Sonnenstrom in den Haushalt zurück und versorgt dort Kühlschrank, W-LAN Router und Laptop. Erst wenn der Sonnenstrom nicht mehr ausreicht, wird automatisch wieder Strom vom Energieversorger verbraucht. Auf das Jahr gerechnet, lassen sich so bis zu 20% des eigenen Strombedarfs decken. Die geringen Anschaffungskosten von 300 bis 1.000 Euro sind durch die eingesparten Stromkosten nach wenigen Jahren wieder eingefahren.

“Wir möchten mit den kleinen Kraftwerken jedem Zugang zur Photovoltaik verschaffen. Die Erfahrung unserer Kunden zeigt, dass, wer seinen eigenen Strom erzeugt, auch generell bewusster mit seinem Energieverbrauch umgeht. Darum geht es uns” sagt Rechl. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, legt er vor allem Wert auf einen individuellen Ansatz. Das sei erforderlich, da die jeweilige Montagesituation vor Ort sehr unterschiedlich sein könne. “Eine umfassende Beratung der Interessenten sowohl vor als auch nach Kauf ist uns darum sehr wichtig”, ergänzt er. Die so gewonnenen Erfahrungen helfen auch dabei, das Angebot zu verbessern. So entwickelte Rechl etwa eine universale und schlanke Balkonhalterung für seine Kleinkraftwerke und setzt bei der Montage mit Aufständerung auf dem Flach-/Garagendach, auf der Terrasse oder im Garten auf Technik aus den Niederlanden, wo diese Form der Stromerzeugung bereits wesentlich weiter verbreitet ist als hierzulande.

“Was die Menschen häufig vom Erzeugen des eigenen Stroms abhält, ist die Angst vor dem Unbekannten”, meint der Unternehmer. Um diese Angst zu nehmen, sei ein Balkonkraftwerk genau das Richtige. “Es ist klein genug, um nicht abzuschrecken aber groß genug, um einen echten Unterschied zu machen.” Und dieser Unterschied kann gewaltig sein. Schätzungen aus Fachkreisen zufolge könnten in einigen Jahren bundesweit bereits 5 Millionen Balkonkraftwerke am Netz sein und über 2 Terawattstunden Energie pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem gesamten jährlichen Ausbau bei der Erzeugung aller erneuerbaren Energien in Bayern.

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Quelle: ots