Um auf ihre von der EHEC-Krise verursachten Verluste aufmerksam zu machen, verschenkten sie im Zentrum von Madrid 40.000 Kilogramm Obst und Gemüse.

Mit durchschlagendem Erfolg: Schon nach kurzer Zeit waren ihre mit Gurken, Tomaten, Salatköpfen, Melonen und Nektarinen dekorierten Stände umringt, und es bildete sich eine rund hundert Meter lange Warteschlange.

Spruchbänder auf  Spanisch, Deutsch und Englisch versicherten derweil, dass die spanischen Produkte: „Gesund, sicher und schmackhaft“ seien.

„Ich hab ein wenig von allem genommen, Gurken, Tomaten, Früchte… Alles ist sehr gut“, sagte Camila Alonso, die mit drei Taschen voller Obst und
Gemüse beladen war. Carmen schwänzte sogar ihre Arbeit, um sich zu versorgen: „Ich teile mit meinen Kollegen“, versicherte sie vorsorglich.

Miguel Lopez, Generalsekretär des Bauernverbands, zeigte sich mit dem Echo auf die Aktion zufrieden. „Das ist ein weiterer Appell an die spanischen Verbraucher und die internationale Gemeinschaft“ sagte er. Nach seinen Angaben mussten die Agrarproduzenten seit Beginn der EHEC-Krise in Spanien rund 350 Millionen Euro Verluste hinnehmen.

Die Hamburger Gesundheitsbehörden hatten zunächst spanische Gurken als Quelle für die EHEC-Epidemie in Deutschland genannt, dies später aber zurückgenommen.