Dürre in Spanien – Barcelona im Oktober ohne Trinkwasser?

Die spanische Regierung hat am Freitag einen umstrittenen Notfallplan für die Versorgung mit Trinkwasser der Region um Barcelona vorgestellt. 

"Wenn wir nichts tun und es weiterhin nicht regnet, werden fünf Millionen Menschen im Oktober kein Trinkwasser mehr haben", sagte die Vize-Ministerpräsidentin María Teresa Fernández de la Vega. 

Der Plan sieht die Verlängerung eines Kanals vor, der bereits Wasser aus dem Ebro-Fluss in die südlich von Barcelona gelegenen Stadt Tarragona schleust.

Spanien leidet unter der schwersten Trockenperiode seit mindestens 40 Jahren. Die Region um Barcelona ist am schwersten von der Dürre betroffen, in Katalanien sind die Wasserreserven sogar auf 19 Prozent gesunken.

Die Kanalverlängerung dauert sechs Monate und kostet 180 Millionen Euro. Die konservative Opposition kritisierte das Vorhaben. Noch vor vier Jahren habe die sozialistische Regierung einen ähnlichen Plan für die Regionen Valencia und Murcia abgelehnt, den die konservative Seite aufgestellt hatte, hieß es.