Drama am K2: Lawine oder Eisblock tötet mehrere Bergsteiger

Mindestens fünf Bergsteiger sind bei einer Expedition auf den zweithöchsten Berg der Erde spanischen Medienberichten zufolge ums Leben gekommen.

Der baskische Bergsteiger Alberto Zerain erreichte am Freitagabend den Gipfel des Achttausenders, wie die baskische Zeitung "Gara" am Samstag berichtete. 

Doch kurz darauf habe sich "ein Drama" abgespielt. 

Die Seile sind gerissen, die Bergsteiger wurden vom Hang "gefegt"

"Montagana.tv" berichtete, es habe sich wahrscheinlich eine Lawine oder eine Eisplatte gelöst, kurz nachdem die Gruppe den Gipfel erreicht hatte. Dadurch sind offenbar die Seile gerissen, mehrere Mitglieder der Expedition seien fortgerissen und verschüttet worden. 

Unter den 18 Bergsteigern der Expedition waren den Angaben zufolge Koreaner, Pakistaner, Nepalesen, ein Niederländer und ein Italiener. 

Der Chef der Expedition ist zwischenzeitlich gerettet worden

Der Chef der Expedition, Wilco van Roojen, galt ebenfalls zwischenzeitlich als vermisst, konnte mittlerweile aber gerettet werden. Vergangene Nacht wurde er zum Basislager 3 gebracht, wo er "erschöpft und mit ersten Anzeichen für Erfrierungen" ankam. Soweit ginge es ihm aber gut. 

Unter den Verunglückten befand sich auch der Italiener Marco Confortola, der jetzt am Basislager 4 eingetroffen ist. Insgesamt haben sieben Teilnehmer der Expedition diverse Basislager erreicht und konnten medizinisch versorgt werden.

Der im Karakorum-Gebirge im chinesisch-pakistanischen Grenzgebiet gelegene, 8611 Meter hohe K 2 gilt unter Bergsteigern als einer der am schwersten zu bewältigenden Achttausender.