Dissidenten-Tod auf Kuba: “Spanien sollte sich schämen”

„Den Tod des Kubaners sollten sich Führer jener Staaten aus Lateinamerika zu Herzen nehmen, die sich – wegen ihrer historisch begründeten Abneigung gegen die USA – weigern, das kubanische Regime als eine Gewaltherrschaft zu verurteilen.

Obwohl sie selbst in der Demokratie leben, lassen sie die kubanische Diktatur in Ruhe, weil sie immer noch als ein Symbol eines gelungenes Aufstandes Davids gegen Goliath gilt.

Auch europäische Länder und deren Anführer sollten über diesen Tod mehr nachdenken. Wegen antiamerikanischer Vorbehalte oder schlichter Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal von elf Millionen Kubanern zucken sie nur mit Achseln, wenn über die Insel gesprochen wird.

Das gilt vor allem für Spanien, dessen sozialistische Regierung sich seit vielen Jahren darum bemüht, dass sich Europa über die Kubaner den Kopf nicht zerbricht. Zu hoffen bleibt, dass sich nach Zapatas Tod die spanische Regierung nicht mehr wagt, weiter so zu agieren.“ (SAZ, dpa)

Foto: Carolonline (Flickr)