Deutsche Elf unter Druck

Der Tag der Länderspiele am Mittwoch brachte die Erkenntniss: Jeder kann jeden schlagen, aber die Deutschen sind immer vorne. Nach der schlechtesten ersten Halbzeit seit Jahrzehnten, in der die Österreicher mehr als ein halbes Dutzend erstklassiger Chancen ausließen, schlugen die Jungs von Trainer Jogi Löw gnadenlos zu und verdarben den 50.000 Menschen im Wiener Ernst-Happel-Stadion die Feststimmung. Der Spiegel titelt: „3-0 verloren“.

Hitzelsperger, Klose und Gomez schossen die Tore, Jens Lehmann im Tor spielte desaströs – und der arme Timo Hildebrand musste auf der Bank schmoren. Völlig zurecht fordert der Mann vom FC Valencia einen Stammplatz bei der EM. 

Spaniern gelingt die Revanche

Beim Spiel gegen Frankreich in Malaga ist den Spaniern die Revanche für die Achtelfinal-Niederlage bei der WM 2006 gelungen. Kurz vor Schluss erzielte Capdevila aus Villareal den Siegtreffer. Besondere Vorkommnisse: David Albelda, zuletzt bei Valencia ausgemustert und derzeit ohne Vereine, spielte demonstrativ von Anfang an, Barcelonas Bojan konnte wegen Schwindelanfällen nicht auflaufen, Barcelonas Henry fiel nur auf, als er einmal völlig unbedrängt mit dem Ball am Fuß ins Seitenaus dribbelte.

Capello Debut ohne Beckham

Fabio Capellos Einstand als Trainer Englands endete mit einem 2-1-Sieg gegen die Schweiz im Londoner Wembley-Stadion. Beckham hat mittlerweile kleinlaut zugegeben, dass es wohl richtig war, ihn aus dem Kader zu werfen. „Es wäre den anderen Spielern gegenüber ungerecht gewesen, mich zu bringen.“ Ist es Einsicht – oder schleimt sich Beckham nun durch die Hintertür zu seinem 100. Länderspiel, das ihm Capello dieses Mal noch nicht gönnen wollte?

Real Madrids Fabio Capello machte gegen Portugal sein 115. Länderspiel für Italien, beim 3-0 der Niederlande gegen Kroatien glänzte Reals Mittelfeldmann Wesley Sneijder. Und beim 1-0-Sieg der Brasilianer in Irland schoss Reals Robinho den Siegtreffer.