Deutscher überlebt die Flammenhölle von Madrid

Wie die Lufthansa mitteilt, haben sich insgesamt vier Passagiere mit einem Lufthansa-Ticket für den Flug JK 5022/LH 2554 eingecheckt. 

Ob sich diese Fluggäste tatsächlich alle an Bord befanden, steht aber nicht fest,  die spanischen Behörden haben die Passagierlisten noch nicht freigegeben.

Mittlerweile bestätigte die Deutsche Botschaft, dass zumindest einer der Überlebenden Deutscher sei.

Forum: Flugzeugunglück in Madrid – Trauer in Spanien

Schwere Flugzeugkatastrophe in Madrid: 153 Tote 

Verunglückte Spanair: Technische Probleme vor dem Start

Die auch im Auftrag der deutschen Lufthansa fliegende Spanair-Maschine schoss um 14.45 Uhr auf dem Weg nach Las Palmas auf Gran Canaria über die Startbahn hinaus und ging in Flammen auf.

Laut einem Sprecher des Rettungsdienstes versuchte die Maschine nur kurz nach dem Abheben eine Notlandung. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Aena herrschte auf dem Flughafen Höchstalarm.

Mittlerweile wurden 153 Tote bestätigt. Die Krankenhäuser sprechen von 19 Überlebenden.

Regierungschef Zapatero unterbricht seinen Urlaub

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero unterbrach seinen Urlaub und reiste nach Madrid zurück. Mehrere Minister trafen ebenfalls am späten Nachmittag auf dem Flughafen ein. In Madrid und der Region wurde dreitägige Trauer ausgerufen. 

Lufthansa schickte nach eigenen Angaben umgehend ein Team von psychologisch geschulten Fachleuten nach Madrid, um Spanair bei der Betreuung der überlebenden Passagiere und den Angehörigen der Opfer zu helfen.

Über die Unglücksursache der MDD-82 gab es zunächst keine Erkenntnisse. Der US-Flugzeugbauer Boeing, in dessen Besitz McDonnell Douglas seit 1997 ist, bot den spanischen Ermittlern technische Unterstützung an. Spanair, eine Tochter der schwedischen SAS, ist Spaniens zweitgrößte Fluggesellschaft nach Iberia.

Foto: Tim Maruko (Flickr)