Am Freitag war ein 67-jähriger Mann aus Sachsen in den Hohen Tauern vor den Augen seiner Frau rund 100 Meter in den Tod gestürzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Er war beim Aufstieg auf den 3978 Meter hohen Großglockner auf einer mit Erde bedeckten Eisplatte ausgerutscht.

Am Samstag war ein 70-jähriger Hamburger mit seiner Frau als Teil einer Wandergruppe bei Schneefall, Sturm und Nebel in der Nähe von Matrei unterwegs. Das Paar verlor den Anschluss an die Gruppe. Der Mann haben den Halt verloren und sei über felsiges Gelände in die Tiefe gestürzt, berichtete die Bergwacht. Er starb an der Unfallstelle.

Weitere Alpinisten gerieten am Wochenende in Österreich in Bergnot, als eine Schlechtwetterfront das heiße Wetter der vergangenen Tage hinwegfegte. Unter anderem mussten im Bundesland Salzburg zwei Kletterer aus der Nähe von Heidelberg von einem Steig geborgen werden, den sie trotz der Wetterwarnung bestiegen hatten. Einer der beiden 43-jährigen Männer war nach einem Blitzschlag kurz bewusstlos und teilweise gelähmt.

Auch in den spanischen Pyrenäen ist ein deutscher Bergsteiger tödlich verunglückt. Wie die spanische Gendarmerie am Samstag mitteilte, wurde die Leiche des 31-Jährigen am Freitagabend in den Bergen nahe der Ortschaft Sallent de Gállego an der Grenze nach Frankreich gefunden. Er sei beim Besteigen des Gipfels Aguja de Cadier im Gebirgsmassiv Balaitus abgestürzt.