Deutsche schwer belastet: Maddie doch in Marokko?

Eine neue Zeugin belastet Robert Murats deutsche Freundin schwer: Hat sie tatsächlich Maddie entführt?

Die Spanierin Isabel Gonzalez, die Maddie schon am 15. Juni in der marokkanischen Stadt Zaio gesehen haben will, erinnerte sich nun an eine Frau, die zum gleichen Zeitpunkt dort gewesen sein soll: Es handelt sich um Michaela W., die Freundin des verdächtigen Robert Murat, der in der Ferienanlage in Praia da Luz lebt, aus der Maddie am 3. Mai verschwunden ist.

Das Bild von Michaela W. ging in den vergangenen Tagen durch die Presse. Ein portugiesischer Lastwagenfahrer hatte ausgesagt, sie zwei Tage nach dem Verschwinden Maddies mit der Kleinen gesehen zu haben. Nun ist sich die 60 Jahre alte Isabel Gonzalez, selbst Mutter von sechs Kindern, sicher: Michaela W. war die Frau, die sie am 15. Juni in Marokko gesehen hat. Zwar nicht unmittelbar zusammen mit Maddie, aber doch in der gleichen kleinen Stadt.

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"Michaela W.: Vorwürfe sind lächerlich, ich war im Gottesdienst"

Gonzalez sagt aus, dass sie in Melilla, der spanischen Enklave in Marokko, sofort die portugiesische Polizei alarmiert habe. Die habe ihr aber gesagt, dass Maddie wohl schon tot sei und deshalb kaum in Marokko umherlaufen könne. Nach den Aussagen der Spanierin habe Maddie ein Kopftuch getragen und sehr verängstigt ausgesehen.

Michaela W., eine Zeugin Jehovas, die seit Jahren zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter (8) in Portugal wohnt, aber mit Murat seit zwei Jahren ein Verhältnis hat, bezeichnete die Aussagen der Spanierin als "lächerlich". Sie sei nie in Marokko gewesen. Für den Entführungstag 3. Mai kann sie bereits ein Alibi nachweisen. Die Polizei bestätigte, dass Michaela W. zum fraglichen Zeitpunkt bei einem Gottesdienst der Zeugen Jehovas war.

Die Detektive von Metodo 3, die privat für Maddies Eltern ermitteln, räumen dies ein. Trotzdem wollen sie der Spur nachgehen, denn Michaela W. habe bislang noch nicht gesagt, wo sie sich in den folgenden Tagen aufgehalten habe.

Gericht verwirft Anzeige gegen die McCanns wegen Vernachlässigung

Unterdessen wurden die Klage des englischen Anwalts Anthony Bennett gegen Maddies Eltern fallen gelassen. Bennett (60), Vater von zwei Kindern, hatte Kate und Gerry McCann angezeigt, weil sie ihre Kinder vernachlässigt und alleine gelassen hätten. Das Gericht kam zu dem Entschluss, dass es für Vorfälle in Portugal nicht zuständig sei.

Bennett zeigt sich dennoch zufrieden: "Vielleicht denken einige Eltern jetzt darüber nach, ob es gut ist, ihre Kinder um des Vergnügens willen allein zu lassen. Wenn ja, war meine Eingabe schon erfolgreich."

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