Das Girokonto – Ohne geht’s nicht

Für den alltäglichen Zahlungsverkehr, egal ob für Arbeitnehmer, Arbeitgeber oder Schüler und Studenten wird das Girokonto täglich in Anspruch genommen. In Deutschland sind über 90 Millionen Girokonten im Einsatz – mehr als das Land Einwohner hat.

Jede Direkt- und Filialbank bietet Girokonten an. Darum ist es wichtig, bei der Auswahl auf Faktoren wie eventuelle Kosten von Überweisungen, gebotene Gutschriften und Verfügbarkeit der Geldautomaten zu denken, aber auch an die Bereitstellung von EC-Karten und kostenlosen Kreditkarten. Welche Kriterien sollten bei der Auswahl des Girokontos weiterhin unbedingt berücksichtigt werden?

Die Gebühren

Gebühren können bei den Girokonten an mehreren Stellen berechnet werden. Die Kontoführung, EC- und Kreditkarten und die Nutzung bankfremder Geldautomaten können für zusätzliche Kosten sorgen. Girokonten einschließlich einer Kreditkarte sind als kostengünstig anzusehen, wenn die Gebühren 80 Euro im Jahr nicht überschreiten.

Einige Banken bieten aber auch Girokonten ohne Gebühren an. Dafür muss aber ein monatlicher Mindestgeldeingang gesichert sein, der womöglich an andere Bedingungen geknüpft ist. Für jüngere Leute gelten meist noch andere Sonderkonditionen, da die Banken junge Leute als Kunden gewinnen möchten.

Das Onlinebanking

Wem persönliche Beratung am wichtigsten ist, der sollte nicht zu einer Direktbank wechseln. Diese bieten zwar telefonische und E-Mail-Beratung an, dafür besitzen sie allerdings keine Filialen. Wer auf persönliche Beratung wert legt, der wird sich wahrscheinlich für die Bank um die Ecke entscheiden. Dafür sind Direktbanken wie die ING-DiBa preiswerter, da diese durch die fehlenden Filialen Geld einsparen und somit weniger Gebühren berechnen müssen.

Ein Online-Girokonto kann allerdings von allen Bankformen angeboten werden. Der Vorteil hierbei liegt darin, dass man zu jeder Tageszeit auf sein Konto zugreifen und Überweisungen durchführen kann. Kontoauszüge gibt es als Datei im Kundenkonto. Der Nachteil ist für viele Kunden die Angst vor zu wenig Sicherheit. Dabei sind Banken an strenge Sicherheitsmaßnahmen gebunden und müssen genaue Regeln einhalten.

Die Zinsen

Jedem kann es passieren, dass er ausnahmsweise einen Monat mal in den Dispo abrutscht. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn der Dispokredit über keine allzu hohen Zinsen verfügt. Bei manchen Banken sind die Zinsen derart hoch, dass sich ein gewöhnlicher Ratenkredit eher empfehlen würde. Wer häufig den Disporahmen in Anspruch nimmt, der sollte sich bei der Wahl des Girokontos also auch nach den Dispozinsen richten.

Manche Guthaben auf den Girokonten werden leider nicht verzinst. Wer regelmäßig einen guten Kontostand vorweisen kann, der sollte sich darum für ein Girokonto entscheiden, welches auch verzinst wird. Allerdings wird für die Zinsen eine Abgeltungssteuer einbehalten, es sei denn, man besitzt einen Freistellungsauftrag.

Die Geldautomaten

Letztendlich ist auch das Vorhandensein von Geldautomaten ein äußerst wichtiges Kriterium. Es ist nicht unerheblich, an wie vielen Geldautomaten kostenfrei Geld abgehoben werden kann. Direktbanken sind dabei über ihre Muttergesellschaft an einen Verbund angegliedert. Für die Abhebung an anderen Automaten können sonst zwischen 3,50 und 10 Euro fällig werden, was auf Dauer ein recht teures Vergnügen darstellt.