Daniel Brühl: Gruseln auf Spanisch! “Manchmal bin ich ängstlicher, als man denkt”

Der deutsche Filmstar (‚Der ganz große Traum‘), der in Barcelona zur Welt kam, fand es zu Anfang gar nicht so leicht, in ‚Intruders‘ spanisch zu sprechen: „Beim ersten spanischen Film hatte ich schon ein paar Hemmungen. Ich dachte: ‚Geht das irgendwie durch oder klingt das vielleicht komisch für die?‘ Mittlerweile bin ich sehr sicher, sehr akzentfrei. Es ist für mich, wie auf Deutsch zu spielen. Im Spanischen redet man allerdings schneller und fuchtelt mehr mit den Händen rum“, lächelte der Akteur im Interview mit ‚Bild.de‘.

Die Idee, bei einem Gruselfilm mitzumachen, faszinierte den Künstler von Anfang an: „Ich habe mir Thriller und Horrorfilme schon immer gerne angeschaut, aber ich habe noch nie in einem mitgespielt. Im vergangenen Jahr bekam ich dann zwei Angebote aus Spanien – eins davon war die Rolle in ‚Intruders‘. Die habe ich dann auch angenommen. Einen Pfarrer muss man ja auch einmal im Leben gespielt haben“, erzählte Daniel Brühl.

Gegen Gruseln und Angst ist der sympathische Blondschopf allerdings nicht immun und auch er hat manchmal unerklärliche Ängste vor den Monstern unterm Bett: „Ja! Das sind Ängste, die jeder Mensch hat und die man auch im Alter nicht los wird. Manchmal bin ich ängstlicher, als man vermutet“, schüttelte sich der Beau und berichtete von seinen schwachen Momenten: „Meine Eltern haben ein Landhaus in einem Dorf in Spanien – wenn ich da abends alleine bin, ist das für mich wirklich unangenehm. Dabei ist das Haus umringt von anderen Häusern, und ich weiß genau, dass da noch nie etwas passiert ist. Aber ich denke jedes Mal, dass da irgendjemand ist. Das ist total peinlich, ich bin doch längst über 30. Ich schalte dann das Licht an und fange an zu singen. Nur um so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Ich weiß, das ist albern, aber ich werde das Gefühl einfach nicht los.“

Glücklicherweise lässt ihn wenigstens sein eigener Film kalt: „Wenn man selbst bei der Produktion dabei ist und sieht, wie alles entstanden ist, dann ist es fast unmöglich am Ende noch Angst zu haben. Das ist zum Glück so, es wäre auch peinlich gewesen, auf der Premiere ständig im Sessel hochzuschrecken“, lachte Daniel Brühl.