Cristiano Ronaldo: Wutausbruch nach Derby-Pleite! “Wären alle so fit wie ich, wären wir Erster”

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Cristiano Ronaldo redet öfter Klartext. In der modernen Fußballwelt, wo es mehr als überall sonst auf politische Korrektheit ankommt und schon kleinste Andeutungen auf die Goldwaage gelegt werden, ist das eine Seltenheit. Nicht viele Kicker, schon gar keine Stars, trauen sich das. CR7 hat damit kein Problem – sein Club Real Madrid allerdings schon eher.

Nach der schlimmen Pleite im Derby gegen Atletico Madrid, das Real mit 0-1 im heimischen Stadion Bernabeu vergeigte, schlagen die Wellen hoch. Ronaldo hatte nämlich sinngemäß erklärt, dass Spieler wie Lucas Vazquez, Jesé oder Danilo nicht so wirklich seinen Ansprüchen genügen. Jedenfalls nicht, wenn man Leute wie Karim Benzema, Marcelo oder Gareth Bale im Stall habe. Die aber, wie Ronaldo zu seinem Leidwesen zugab, oft, zu oft, verletzt seien. Was direkt gegen den Club ging: “Vielleicht ist es einfach nur Pech, vielleicht aber auch die Vorbereitung …”

Die nämlich fand vor der laufenden Saison in Australien statt, um Geld zu verdienen. Sportlich hatte das jedenfalls eher weniger Sinn. Was Ronaldo aber nicht davon abhielt, einen Satz für die Ewigkeit zu sagen: “Wenn alle auf meinem Niveau spielen würden, wären wir vielleicht Tabellenführer.” Rumms. Wenige Stunden später erklärte er seinen Satz: “Das habe ich nur in Bezug auf meine Fitness und Gesundheit gesagt, ich fühle mich nicht besser als die anderen im Team.”

Piqué: “Ich würde meinen Arm verwetten, dass Neymar niemals zu Real Madrid geht”

Hilft jedoch nichts, die allgemeine Entrüstungs- und Gesinnungs-Maschinerie läuft jetzt auf Hochtouren, vor allem natürlich in Barcelona, wo bei Barca ja bekanntlich keine Profis kicken, die Geld verdienen wollen, sondern Freunde, die auch für ein Abendessen ihre Schuhe schnüren würden. Dass Barca am Sonntag den FC Sevilla mit 2-1 schlug und jetzt sage und schreiben zwölf Punkte vor Real in der Tabelle rangiert, macht das Schlachtfest für die Presse in Barcelona nur noch schöner.

Schön für Barca auch, dass Leo Messi erneut einen direkten Freistoß in den Winkel versenkte – dem Weltfußballer gelingt derzeit einfach alles. Schön auch für Barca, dass Gerard Piqué das Siegtor schoss. Der Katalane sagte danach: “Ich würde meinen Arm verwetten, dass Neymar niemals zu Real Madrid geht.” Was ja immer noch im Raum steht, auch wenn die aktuellen Ergebnisse Real nicht unbedingt zur ersten Adresse im Weltfußball stempeln. Was sich nach dem Gewinn einer Champions League aber schnell ändern könnte. Reals Trainer Zinedine Zidane erklärte nach der Pleite im Derby: “Die Liga ist verloren, aber die Saison nicht. Jetzt wollen wir die Champions League.” Zidane weiß, wie es geht, 2002 schoss er Real gegen Bayer Leverkusen in Glasgow beim 2-1 zum neunten Königstitel für die Königlichen.

Im Kommentar der Zeitung AS heißt es am Montag zu den Worten Ronaldos: “Wer Cristiano Ronaldo kennt, weiß, dass er nicht seine Kameraden schlecht machen wollte, sondern zeigen wollte, dass etwas in der medizinischen Abteilung nicht stimmt – was im Team schon lange beklagt wird. Die Verletzungen der Profis sind häuft, heilen schlecht und reißen schnell wieder auf. Das Problem ist, dass Ronaldo diese Botschaft nicht direkt gesagt hat, sondern verklausuliert. So kann man sie lesen, wie man will.”

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