Cristiano Ronaldo: FC Barcelona weint um Neymar, UEFA-Kampf gegen Messi und Suarez!

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Das war zu erwarten: Cristiano Ronaldo hat ernsthafte Konkurrenz im Kampf um den Titel des besten UEFA-Spielers 2014/15 bekommen. Lionel Messi und Luis Suarez.

Das ist auch kein Wunder. Denn im Gegensatz zu Cristiano, der zwar erneut mehr Tore schoss als alle Konkurrenten auf dem Kontinent (61), haben Messi und Suarez Titel gewonnen. Und zwar alle, die es zu gewinnen gab: Liga, Pokal, Champions League – und zuletzt sogar den europäischen Supercup. Unter den Torschützen beim 5-4 gegen den FC Sevilla: Messi (2) und Luis Suarez.

Messi ist Favorit – wer sonst?

Die Favoritenrolle vor der Verkündung des Gewinners am 27. August in Monaco, am Rande der Auslosung der Gruppenphase der kommenden Champions League, ist damit einigermaßen klar: Mit einem Sieg Messis ist zu rechnen, alles andere käme einem Wunder gleich.

Aus Barcelona ist man wie meistens dennoch nicht zufrieden. Nicht genug, dass Messi und Suarez nominiert wurden, ist Trainer Luis Enrique indigniert, dass nicht alle drei Positionen auf dem Treppchen von seinen Kickern besetzt sind. Nach dem 5-4 gegen Sevilla moserte der Coach der Katalanen: “Wer hat nur entschieden, dass Neymar nicht unter den besten drei Spielern des Jahres ist? Meiner Meinung nach sollten Messi, Suarez und Neymar unter den besten drei sein, daran gibt es für mich keinen Zweifel.”

CR7 mit 61 Toren – nichts wert?

Was aber soll man mit einem Spieler tun, der 61 Tore in der Saison schafft – und das mit einem Team, das sich nicht leicht tat, Titel zu gewinnen? Die Logik von Luis Enrique griff schon nicht bei der Wahl zum letzten Weltfußballer, ebenfalls Cristiano Ronaldo. Vor allem aus Deutschland kamen Stimmen, die den Gewinner unbedingt aus den Reihen des Weltmeisters Deutschland sehen wollten. Ganz so, als handele es sich bei individuellen Titeln und Wurmfortsätze der vom Team gewonnen Titel.

Die Obsession der Katalanen gegen Real Madrid kam jetzt auch wieder aus dem Mund von Gerard Piqué zum Vorschein. Bei der Ehrenrunde Barcas in Tiflis nach dem Gewinn des europäischen Supercups haben Lippenleser erkannt, dass der Verteidiger Barcas folgenden Bonmot zum Besten gab (Kraftausdrücke wurden dabei durch besseres Deutsch ersetzt): “Das wird die Jungs in Madrid so richtig ärgern, dass wir schon wieder eine Ehrenrunde laufen.”

Alternative: Lasst doch den Barca-Kader wählen …

Fakt ist: In den vergangenen Jahren gewannen Lionel Messi (2011) die Trophäe des besten Spielers in Europa, danach Andrés Iniesta (2012), Franck Ribéry (2013) und Cristiano Ronaldo (2014). Mach zwei Spieler Barcas in den letzten vier Jahren, bei einer sicheren Kandidatur 2015. Alles in allem nicht schlecht.

Und die von Luis Enrique polemisch aufgeworfene Frage, wer die Wahl zu den drei Finalisten “verbrochen” hat, ist schnell erklärt: Ausgesuchte Journalisten aus den 54 Mitgliedsländern der UEFA schicken ihre Liste mit den ihrer Meinung nach fünf besten Spielern – die Nummer eins erhält dabei fünf Punkte, der zweite bekommt vier Punkte und so weiter. Klingt einigermaßen transparent und demokratisch. Kann aber unter Umständen offenbar verhindern, dass am Ende alle Plätze von einem Spieler des großen FC Barcelona belegt werden. Die Alternative, an die womöglich Luis Enrique denkt: Am besten gleich den Kader Barcas abstimmen lassen. Allerdings: Aber ob dann tatsächlich Neymar unter die besten drei käme?

 

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