Cristiano Ronaldo schockt Rakitic, Gareth Bale schockt Mehmet Scholl: Real Madrid feiert Euro-Helden!

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Real Madrid feiert seine Helden: Gareth Bale steht mit Wales im Viertelfinale der Euro 2016. Was alleine schon sensationell ist. Aber nicht genug. Auch Cristiano Ronaldo schaffte mit Portugal den Sprung unter die besten acht Nationen des alten Kontinents. Ein 1-0 in der Nachspielzeit genügte den Portugiesen gegen am Ende maßlos enttäuschte Kroaten.

Bei denen Luka Modric, ein anderer Star Reals, den Tränen nahe war. Fakt ist: Kroatien hatte die besseren Chancen, um in Führung zu gehen. Unmittelbar vor dem Siegtor Portugals in der 117. Minute klatschte noch ein Kopfball an den Pfosten der Portugiesen. Aber dann eroberte CR7 den Ball in der eigenen Abwehr (!), leitete den Konter ein, schloss selbst ab, den Nachschuss verwandelte Quaresma ins leere Tor. Ronaldo jubelte, als hätte er das Tor selbst erzielt, seine komplette Familie feierte das Weiterkommen ausgelassen im Pool.

Fakt ist: Seine Optionen, endlich mit Portugal einen wichtigen Titel zu gewinnen, steigen stündlich. Nächster Gegner ist jetzt Polen, das die Schweiz im Elfmeterschießen bezwang. Klingt machbar. Und danach stünde Ronaldo schon im Halbfinale. Dass er mehr kann, als aufs Tor zu ballern, erstaunte sogar Oli Kahn als Kommentator im ZDF. Der Ex-Keeper von Bayern München lobte ausdrücklich Ronaldos Defensivqualitäten. In der Tat: Während der regulären 90 Minuten gab es nicht einen einzigen Torschuss Cristianos. Mehr noch: Es schoss überhaupt kein einziger Spieler beider Teams auch nur einmal aufs Tor – das hatte es bei einer EM seit 1980 nicht mehr gegeben – damals kickte Spanien gegen Italien, die Partie des Tages am Montag.

Atletico Madrid eben. Vielleicht nicht besser als Barca. Aber erfolgreich…

Da mutete es schon ein wenig nach Realitätsverlust an, als Kroatiens Ivan Rakitic schwadronierte: “Die beste Mannschaft des Turniers muss leider nach Hause fahren.” Denn es steht zu befürchten, dass er es ernst meinte. Ob er das bei seinem Club FC Barcelona gelernt hat? Auch dort beschwört man seit Jahren die Legende, dass Fußball spielen so aussehen muss, wie man es bei Barca zelebriert. Auch dazu hatte Kahn die passende Antwort. Sinngemäß erklärte er: “Es ist legitim, defensiv zu spielen, wenn man als Trainer merkt, dass der Gegner bessere Einzelspieler hat. Wenn die Mannschaft das kapiert und entsprechend umsetzt, ist das auch Fußball.” Atletico Madrid eben. Vielleicht nicht besser als Barca. Wenn man B-Noten für die künstlerische Wertung verteilen möchte. Die es ja aber im Fußball nun mal nicht gibt. Da zählen nur die Tore. Und das einzige Tor des Tages schoss nicht Rakitic. Sondern Portugal.

Auch Bale schreibt mit Wales weiter Historie. Seine Flanke in der 75. Minute konnte der Nordire McAuley nur ins eigene Tor befördern, Wales steht unter den besten acht Teams. Auch wenn der Kommentator der ARD, Mehmet Schoss, kein gutes Haar an Wales ließ und nicht verstehen konnte, wie ein Team wie Wales oder Nordirland überhaupt so weit kommen konnte.

Und die Zeitung “Marca” aus Madrid, die vor wenigen Tagen noch Ronaldos Ladehemmung mit Spott bedachte, feiert CR7 und Bale auf ihrer Titelseite am Sonntag. “Ein Paar von Helden” heißt es da. Und mit Erstaunen stellt man fest, dass Bale und Ronaldo schon da sind, wo die Spanier am Montag erst noch hinwollen. Ob es dort das nächste Erwachen für eine Nation der Fußballkünstler gibt?

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