Cristiano Ronaldo: Schnauze voll von Theater statt Fußball! “Bin heute nicht dran”

Zu groß war die Schmach, als hätte der 29 Jahre alte Weltfußballer sie auf dem Feld noch länger ertragen mögen. Schnell suchte er in den Katakomben der Arena Fonte Nova von Salvador das Weite. «Heute bin ich nicht dran». Mit diesen knappen Worten verweigerte Ronaldo in der Interview-Zone jegliche Stellungnahme zum 0:4 gegen Deutschland. Sollten doch die anderen das WM-Auftaktdebakel gegen den Angstgegner erklären…

Die spanische Presse tut dies ebenfalls, sowohl Mario Götze als auch Thomas Müller werden dabei Theatralik vorgeworfen – in Tateinheit mit portugiesischer Dummheit, ihnen diese Bühne auch noch zu bieten.

Ronaldo konnte nach seiner Knieblessur nur in der Anfangsphase eigene Akzente setzen, ging dann wie sein Team unter. Er hatte zuvor angekündigt «bei 100 Prozent» zu sein, zu sehen war davon nichts. Entsprechend fiel die Reaktion der heimischen Medien aus. «Ein riesiger Alptraum», titelte «A Bola», Portugals größte Sportzeitung über die höchste WM-Schlappe der «Lusos» und urteilte: «Ohne Kopf und ohne Füße.» Erstaunt stellte «Público» fest: «Portugal hatte den Deutschen nichts entgegenzusetzen.»

Der fassungslose Trainer Paulo Bento («Wir mussten schreckliche Zwischenfälle hinnehmen.») verwies auf zahlreiche Schlüsselszenen eines Spiels, in dem sich alles gegen sein Team verschworen zu haben schien. In Stürmer Hugo Almeida (28. Minute) und Abwehrspieler Fábio Coentrão (65.) zogen sich zwei Leistungsträger so schwere Muskelverletzungen zu, dass sie voraussichtlich bei diesem Turnier nicht mehr eingesetzt werden können.