Cristiano Ronaldo, Pichichi: Luis Suarez und Leo Messi im Rückspiegel! “Viele Tore, keine Liebe”

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Der Mann wird kritisiert, angeblich schießt er keine Auswärtstore – und sowieso viel weniger Tore als noch vor zwei, drei Jahren. Der Mann wird ausgepfiffen, weil er trotz 352 Toren für Real Madrid in nur sechs Jahren hin und wieder einen Fehlpass spielt – wie gegen Celta Vigo, beim Stand von 0-0, als er einen Steilpass auf Dani Carvajal ein wenig zu steil ansetzte. Nur eins vergessen seine Kritiker allzu oft: Der Mann schießt immer noch mehr Tore als jeder andere. Bei Real Madrid sowieso. Aktuell auch wieder in Spanien und Europa.

Der Name des Mannes ist Cristiano Ronaldo. Wer sonst. 27 Treffer hat der Portugiese auf seinem Konto, eins mehr als Luis Suarez vom FC Barcelona. 20 Spieltage lang haben Spieler Barcas die Torjägerliste in Spanien angeführt. Jetzt hat CR7 wieder übernommen. Beim 7-1 am Samstag gegen Celta Vigo hat der frühere Weltfußballer vier Tore geschossen, seit langer Zeit auch mal wieder per Freistoß. Einen Elfmeter, auch das wird Ronaldo ja des öfteren vorgeworfen, hat er diesmal nicht gebraucht.

Der Unterschied ist leicht zu erkennen: Messi hatte 290 Spiele gebraucht, Ronaldo schaffte seine 253 Tore, mit denen er Zarra jetzt hinter sich ließ, in 62 Spielen weniger…

Mit jetzt 253 Toren in der Liga für Real Madrid, so die Zählung der dafür maßbeglichen Zeitung “Marca”, die traditionell fürs Torezählen in Spanien zuständig ist, hat Ronaldo zwei mehr als der legendäre Telmo Zarra. Der stürmte zwischen 1940 und 1955 für Athletic Bilbao – und markierte für fast ewige Zeiten eine Bestmarke. Bis er nach rund 60 Jahren erst 2014 von Lionel Messi als bestem spanischer Torjäger aller Zeiten abgelöst worden war.

Der Unterschied zu Ronaldo ist leicht zu erkennen: Messi hatte bis dahin 290 Spiele gebraucht, Ronaldo schaffte seine 253 Tore, mit denen er Zarra jetzt hinter sich ließ, in 62 Spielen weniger. Ronaldos Quote ist kaum zu glauben. 1,10 Tore schoss der Portugiese für Real Madrid bislang pro Spiel, Messi kommt bei seinen aktuell 306 Toren in 338 Spielen auf 0,9 Treffer pro Partie. Ist aber in dieser Saison stark auf dem Vormarsch. Nach seinen zwei Toren beim 4-0 Barcas in Eibar kommt der Argentinier auch schon auf 21 Treffer. Diesmal verwandelte er sogar einen Elfer. Die Message an Suarez, dem er zuletzt noch einen Elfer schenkte: Messi will jetzt selbst wieder treffen. Was die Sache für Ronaldo leichter machen könnte – jedenfalls im Zweikampf gegen Suarez.

Schießt er Tore, applaudiert das Publikum, schießt er keine Tore, pfeifen sie.” Kredit? Null!

Cristiano kam im Sommer 2009 zu Real, verletzte sich aber schon in seiner ersten Saison in der Champions League gegen Marseille. Seither aber ist er fit, mehr oder weniger, jedenfalls spielt er so gut wie immer. Und trifft. 2010/11 wurde er zum ersten Mal Torschützenkönig in Spanien, damals war er der erste Spieler überhaupt, der 40 Tore schaffte – und damit mehr als der legendäre Zarra, der es in seinem besten Jahr auf 38 Treffer geschafft hatte.

Danach war zwei Jahre lang wieder Messi dran. Aber 2013/14 schlug erneut die Stunde von CR7, diesmal gewann er die Torjägerkrone mit 31 Toren. In der vergangenen Saison dann der persönliche Torerekord Ronaldos mit 48 Toren. Dass er von den Fans dafür nicht geliebt, sondern nur respektiert wird? Auch das eine Tatsache, wie ein Kommentar der Zeitung “Marca” am Montag beschreibt. Zitat: “Ronaldo gehört zu der Sorte Fußballer, die es nicht in die Herzen der Fans schafft, erst dann vielleicht, wenn sie den Club wechseln. Schießt er Tore, applaudiert das Publikum, schießt er keine Tore, pfeifen sie.” Kredit? Null. Wie gegen Celta Vigo. Tore? Vier!

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