Real Madrid: CR7 weiter, Messi im Rückspiegel, Lewandowski versenkt! “Euro ein Traum”

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Die beste Chance des Spiels versemmelt, frei vorm Tor traf Cristiano Ronaldo nicht den Ball, sondern nur die Luft. Egal. Portugal steht im Halbfinale der Euro 2016 in Frankreich – und hat nun die reelle Chance, ins Finale zu kommen. Mit ein bisschen Glück und weiterhin einigermaßen Geschick könnte also der Traum von CR7 auf einen großen Titel mit Portugal wahr werden.

Gegen Polen, das Robert Lewandowski schon nach drei Minuten in Führung geschossen hatte, reichte im Viertelfinale das 1-1 nach 120 Minuten, Sanches hatten den Ausgleich geschafft Danach schritten die Herren zum Elfmeterschießen. Cristiano Ronaldo schoss als Erster, verwandelte eiskalt. Die Polen verschossen ihren vierten Elfer, Keeper Rui Patricio hielt. Die Portugiesen blieben ohne Fehlschuss. Den entscheidenden Elfer versenkte Quaresma, der schon im Achtelfinale gegen Kroatien das Tor des Tages schaffte, als er einen Abpraller von Cristiano Ronaldo einlochte.

Quaresma wird damit so etwas wie der Schutzengel Ronaldos. Wann immer die Tore des Stars von Real Madrid nicht reichen, taucht sein Landsmann auf und löst das Problem. In der Tat hätte Ronaldo allerdings schon in den regulären Spielminuten ein Tor verdient gehabt. Aber außer der vergebenen Chance versagte ihm der deutsche Schiri Felix Brych einen klaren Foulelfmeter. Wie auch immer: CR7 bleibt so oder so im Turnier.

Die Portugiesen spielen zwar nicht brillant, aber umso effektiver…

Das ist umso wichtiger, nachdem Lionel Messi aus Frust über die verlorene Copa America gerade seinen Rücktritt aus der argentinischen Nationalelf bekannt gegeben hatte. Auch in der deutschen Presse hatte man danach lesen können: Jetzt will es Ronaldo erst recht wissen. Wer deshalb gegen die Polen mit albernen Einzelaktionen Ronaldo gerechnet hatte, wurde aber enttäuscht. Ronaldo stellte sich wie schon im bisherigen Turnier ganz in den Dienst des Teams, und spielte erneut auf seiner wenig geliebten Position des Mittelstürmers. Dort muss Ronaldo die Bälle mit dem Rücken zum Tor annehmen, was ihm erfahrungsgemäß wenig behagt. Lieber kommt Ronaldo mit Blick und Schwung aufs Tor.

Auch andere Spieler wie Nani wirken im neuen Konzept der Portugiesen wenig glücklich. Umso erstaunlicher, dass das Team einfach nicht mehr verlieren will – unter dem aktuellen Coach Fernando Santos wurde jedenfalls noch nicht ein einziges Pflichtspiel abgegeben. Die Portugiesen spielen zwar nicht brillant, aber umso effektiver. Bestes Beispiel waren die Elfmeter. Gegen die Polen, die zuvor gegen die Schweiz selbst erst nach fünf makellosen Strafstößen unter die besten Acht gerutscht waren, war kein einziger Elfer haltbar. Selten hat man die Portugiesen, die vor vier Jahren noch gegen Spanien im Halbfinale im Elfmeterschießen ausgeschieden waren, konzentrierter erlebt. Selbst Moutinho, der damals den entscheidenden Elfmeter versemmelte, traf diesmal souverän.

Ronaldo wollte seiner Freude keinen Deckel verpassen und gab nach dem Einzug ins Halbfinale offen zu: “Es wäre ein Traum, die Euro zu gewinnen. Ich habe ja schon viele Titel mit meinen Clubs gewonnen, aber noch nie etwas mit Portugal. Es geht dabei nicht darum, wie ich spiele oder wie viele Tore ich erziele, nur das Team zählt, und da haben wir gegen die Polen eine fantastische Arbeit geleistet.” Ob am Ende Wales oder Belgien im Halbfinale auf ihn wartet, war Ronaldo egal: “Belgien ist sehr stark, aber Wales ist die Überraschung dieser Euro.”

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