Cristiano Ronaldo: Messi im Rückspiegel, Langara-Rekord geknackt! “Einfach nur fantastisch”

Der mythische Stürmer aus Oviedo hatte 1935 in den ersten zehn Spielen der Saison 16 Treffer markiert. Cristiano Ronaldo ist besser. Sein 1-0 nach nur einer Minute in Granada war schon Tor Nummer 17 in der laufenden Saison.

Mehr Tore denn je für Real Madrid, 12 Spiele in Serie

Der Wettlauf mit Langara bleibt Ronaldo allerdings erhalten. Schon am kommenden Spieltag. Da hatte Langara nämlich einen Doppelpack erzielt, stand danach bei 18 Toren nach elf Spielen. Will Ronaldo gleich ziehen, muss er beim Heimspiel am Samstag gegen Rayo Vallecano mindestens ein Tor schießen.

Fakt ist: So viele Tore wie derzeit hat Cristiano Ronaldo noch nie für Real geschossen. In seiner ersten Saison 2009/10 traf er fünfmal, danach kamen elf Tore, dann zehn, danach wieder elf – und in der vergangenen Spielzeit wares nur acht Tore nach zehn Spielen.

Messi wartet weiter auf seinen Zarra-Rekord

Ronaldo schlug dabei sogar noch einen eigenen Rekord: Noch nie konnte der Star in zwölf Spielen in Serie treffen, jetzt hat er es geschafft. In jedem einzelnen Spiel dieser Saison traf er mindestens einmal, insgesamt hat der Portugiese inklusive der Champions League jetzt schon 20 Tore erzielt. Und: Als erster Spieler Real Madrids überhaupt schaffte er das Kunststück, acht Spiele in der Liga in Serie zu treffen. Das hatten auch Alfredo di Stefano, Ferenc Puskas, Ruud van Nistelrooy oder Hugo Sanchez nicht geschafft.

Währenddessen wartet Lionel Messi vom FC Barcelona weiter darauf, den Rekord von Telmo Zarra als bester Torjäger der Liga zu knacken.

Trainer Carlo Ancelotti erklärte nach dem 4-0 vor der Presse auf die Frage nach dem Portugiesen: „Was soll ich denn zu Cristiano Ronaldo noch sagen? Er ist einfach fantastisch.“ Ein Lob, das er ausdrücklich auch auf seinen lange Zeit ungeliebten Sturmtank Karim Benzema ausweiten wollte. Auch der sei derzeit einfach nur gigantisch. Fakt ist: Das Tor von CR7 legte Benzema auf, genauso wie das 3-0 von James Rodriguez.

Sonderlob für Toni Kroos

Am Dienstag erwartet Real Madrid den FC Liverpool im Bernabeu-Stadion – und alles andere als ein Tor von Ronaldo wäre ein Wunder. Ancelotti hatte schon vor Wochen erklärt: „Es ist schwierig, Cristiano nicht von Anfang an zu bringen. Wenn er spielt, steht es praktisch schon 1-0 für uns, er trifft ja eigentlich in jedem Spiel ins Tor.“

Derzeit ist allerdings Real generell in einem blendenden Zustand, die Presse der Hauptstadt überschlägt sich förmlich mit Lobeshymnen. Die Zeitung MARCA eröffnete jetzt die Debatte, ob das Real 2014/15 mit den besten Teams der Historie der Königlichen mithalten kann? Und kommt zu dem Schluss: Die Voraussetzungen sind gegeben.

Denn anders als sein Vorgänger José Mourinho setzt Ancelotti auf Ballkünstler – Zerstörer vom Typ Diarra, Essien und Khedira sind laut MARCA mittlerweile Auslaufmodelle. Dafür zaubern im Mittelfeld James, Isco, Modric und Toni Kroos. MARCA: „Sie alle wären in anderen Klubs unbestritten die Spielmacher, aber bei Real opfern sie sich für das Team.“

Bestes Beispiel: Toni Kroos. Der Deutsche musste seine Position um einige Meter nach hinten verlegen, um die Rolle des abgewanderten Xabi Alonso zu übernehmen. MARCA: „Man merkt, dass er leuchtende Augen bekommt, sobald er die Mittellinie überquert, aber er hält sich zurück, zum Wohle der Mannschaft.“