Cristiano Ronaldo: Drei Barca-Tenöre im Rückspiegel! “BBC-Sportler des Jahres in Rabat und Marrakesch”

Real flog allerdings am Sonntag dennoch wie vorgesehen nach Rabat – und zwar mit dem gleichen Piloten, der die Königlichen auch schon zu den Halbfinal- oder Finalspielen nach München, Lissabon und Cardiff geflogen hatte. Der Mann heißt Juan Manuel Bonet und steuert Maschinen der Airline Iberia.

Die Mexikaner von Cruz Azul wissen natürlich, dass sie auch ohne abergläubische Rituale krasser Außenseiter sind. Dennoch hoffen sie auf die Sensation: “Real wird nicht gegen Gespenster spielen, sondern gegen uns”, hieß es aus dem Umfeld der Mexikaner.

Wieviele Tore schießt CR7?

Die Zeitung “Marca” ordnete die Wichtigkeit des Turniers im Vorfeld ein: “Es ist nicht schlimm, wenn man diese Club-WM nicht spielt. Aber wenn man schon einmal dort ist, muss man auch die Krone holen. Es geht für die weltweite Presse doch sowieso nur darum, wie hoch Real Madrid gewinnt und wieviele Tore Cristiano Ronaldo dabei schießen wird.” Mit anderen Worten: Real kann kaum gewinnen, dagegen viel verlieren.

Umso konzentrierter gab sich der Kader Reals bei der Landung in Rabat. Schon zuvor hatte Präsident Florentino Perez erklärt: “Wir wollen die Club-WM unbedingt gewinnen und ein spektakuläres Jahr 2014 damit krönen.”

Atletico verliert gegen Villarreal

In der heimischen Liga läuft es derweil für Real bestens. Nach dem eigenen 4-1-Sieg in Almeria wird Real auf jeden Fall das Jahr als Tabellenführer beenden. Denn Barca spielte in Getafe nur 0-0 und liegt jetzt vier Punkte hinter den Königlichen. Auch ein Sieg am Samstag gegen Cordoba wird die Katalanen nicht an Real vorbei katapultieren. Und Real wäre, trotz des wegen der Club-WM ausgefallenen Spieltages gegen Sevilla, immer noch vorne. Auch Atletico Madrid ist derzeit keine Gefahr für Real. Die Colchoneros verloren am Sonntag zuhause mit 0-1 gegen Villarreal und liegen jetzt schon sieben Zähler hinter Real.

25 Tore für CR7 in der Liga

Cristino Ronaldo hat nach seinem Doppelpack in Almeria mit jetzt 25 Treffern alleine mehr Tore erzielt als die “drei Tenöre” genannten Stürmer Leo Messi, Neymar und Luis Suarez vom FC Barcelona zusammen. Suarez, für 81 Millionen Euro aus Liverpool geholt, wartet nach sieben Ligaspielen immer noch auf seinen ersten Treffer.

Ronaldo dagegen heimst Preise ein. Am Wochenende wurde er von der britischen TV-Station BBC zum besten nicht-englischen Sportler der Welt gekürt. Cristiano konnte den Preis nicht selbst im Empfang nehmen, er war ja gleichzeitig beim Team in Rabat. Aber er bedankte sich artig per Videobotschaft. Ein Aufgalopp für die Wahl zum Weltfußaller im Januar …

Zur Sicherheit hatte der Präsident des portugiesischen Fußballverbandes, Fernando Gomes, schon vor Wochen seine Argumente nachgeschoben. Demnach habe CR7 den Titel “mehr als verdient”.

Gomes erklärte: “Wenn es ein Jahr gibt, in dem Cristiano den goldenen Ball verdient hat, das ist es ganz klar 2014.” Das von UEFA-Boss Michel Platini vorgebrachte Argument, dass der Titel in diesem Jahr an einen Weltmeister aus Deutschland gehen sollte, will er nicht gelten lassen: “Die WM ist ja eine Sache, aber die wird doch nur in vier Wochen ausgespielt, man kann daraus doch nicht den besten Spieler eines ganzen Jahres küren.”